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Ramen Rezept japanische Nudelsuppe auch mit deutschen Zutaten möglich

4.5  basierend auf 224 Bewertungen

Aktualisiert: 24.11.2019

Portion(en): 1

Zutaten

Dashi (Fischbrühe) * 2 EL
Mirin (Reiswein) * 4 EL
Miso (japanische Sojabohnenpaste) * 2 EL
Ramennudeln * 1 Bündel
Sake (alt. Weißwein) * 2 EL
Sesamöl * 2 TL
Shiitake - Pilz * 2 Stück
Sojasauce * 2 EL

Utensilien

Kochstäbchen * 2 Stück
Pfanne * 1 Stück
Scharfes Messer * 1 Stück
Sieb * 1 Stück
Topf * 1 Stück
*Affiliate Link: Wenn du das Produkt über diesen Link kaufst, bekommen wir eine kleine Provision. Damit unterstützt du Uns und unseren Foodblog. Für dich fallen keine zusätzlichen Kosten an. Wir danken dir und viel Spaß beim Kochen/Kaufen (^_^)

Rezept Informationen

Vegetarisch: nein
Vegan: nein
Laktose: nein
Gluten: ja
Kalorien: ~ 370
Schwierigkeitsgrad: 2/3
Küche: Aus welchem Land kommt das Gericht?
Schärfegrad: nicht scharf nicht scharf nicht scharf nicht scharf
Kategorie: recipe
Vorbereitung: 7 Min.
Kochzeit 25 Min.
Insgesamt 32 Min.
Keywords Ramen, japanische Nudelsuppe, Miso Ramen, Shio Ramen, Shouyu Ramen, Tonkotsu Ramen, Hauptgericht
Originale Schriftzeichen ラーメン
Aussprache
Alle Angaben ohne Gewähr
Direkt zur Zubereitung springen

17 haben das Gericht nachgekocht!

Ronja

Ramona

Alex

Mona

Günther

laura

Jushi

Kevin

Phteven

Lu & Till

Jason & Luisa &...

Mathilda

Phillip

Dom

Dean

Jürgen &Annabe...

Maria

Eine heiße, köstliche Brühe, die geballten Umami-Geschmack bereithält, hellgelbe, wellige Nudeln und farbenfrohe Toppings von Ei und Bambussprossen über zartes Fleisch bis zu Frühlingszwiebeln: Das ist Ramen - und Ramen ist so viel mehr als einfach nur eine Nudelsuppe! In japanischen Restaurants auf der ganzen Welt steht dieses unglaublich wandelbare Gericht auf der Karte - und wer einmal wirklich authentische Ramen probiert hat, der kommt garantiert immer wieder! Von der Brühe zu den Toppings kann die leichte und dennoch sättigende Suppe wunderbar variiert und angepasst werden: Für Veganer, deftig-fleischig, mit klassisch-japanischen Zutaten oder mit solchen, die du in Deutschland in jedem Supermarkt findest. Ramen sind das perfekte Wohlfühlessen für kalte Winterabende und verkaterte Sonntage, gegen den schnellen Hunger und als Gesundheits-Booster bei Erkältungen. 

Schon im 19. Jahrhundert haben die größtenteils aus Weizenmehl bestehenden Ramen-Nudeln ihren Weg von China nach Japan gefunden. Mittlerweile sind Ramen ( ラーメン selten in Kanji 拉麺 geschrieben ) ein Fixpunkt in der japanischen Küche - und auch im Rest der Welt werden sie ausgesprochen gerne verspeist! In fast jeder größeren Stadt findest du heutzutage Ramen-Restaurants. Der milde, unverwechselbare Geschmack der Brühe, das Zusammenspiel unterschiedlichster Zutaten und Toppings und nicht zuletzt die appetitliche, farbenfrohe Optik trifft den Geschmack von Menschen rund um den Globus. Du hast Ramen noch nie probiert? Besuch unbedingt ein Ramen-Restaurant in deiner Nähe - oder greif selbst zum Kochlöffel. Wir verraten dir, wie du die leckere Suppe zubereiten kannst! 

Eine Info vorab, bevor du zum Kochlöffel greifst!

Die Zutaten, die bei der Zubereitung dieses Rezeptes angeführt sind, sind alle sehr authentisch. Viele davon bekommst du nicht im normalen Supermarkt, sondern nur in speziellen Asia-Märkten. Online kannst du sie ebenfalls kaufen. Ich habe auch ein Rezept zusammengestellt, das ohne diese Zutaten auskommt - nur um die Ramen-Nudeln kommst du nicht herum. Im Notfall kannst du diese allerdings durch andere Nudeln, zum Beispiel durch Spaghetti, ersetzten. Ich habe dir übrigens für die speziell japanischen Zutaten eine Liste mit Links erstellt, und auch Produkte im Beitrag verlinkt. So kannst du sämtliche wirklich authentischen Lebensmittel ganz gemütlich online bestellen! 

Ramen-Suppe: Die fünf Grundzutaten

  1. Ramen-Nudeln
  2. Brühe (das kann Shio, Shoyu, Miso oder Tonkotsu-Brühe sein)
  3. verschiedene Toppings (z. B. Gemüse oder Fleisch)
  4. Ramen-Tare (Sauce als Geschmacksverstärker)
  5. Öl (meist Sesamöl)
Verschiedene Ramen Arten
Verschiedene Ramen Arten

Häufig werden in der japanischen Küche recht exklusive Ingredienzien verwendet, die nicht gerade günstig sind. Bei Ramen ist das anders: Sämtliche Zutaten, die du für die klassische Nudelsuppe brauchst, sind sehr preiswert. Deshalb hat sich Ramen auch in jede Bevölkerungschicht etabliert. Von den Superreichen zum Studenten kommt kaum jemand an der japanischen Spezialität vorbei! Serviert werden Ramen auf der ganzen Welt in Gourmet-Lokalen, in gemütlichen Ramen-Restaurants und auch als schnelle Mahlzeit in Form von Instant-Ramen. 

Damit ihr das leckere Gericht selbst zubereiten könnt, erkläre ich euch hier unterschiedliche Kochvariationen und gebe euch verschiedene Rezepte zur Auswahl. Zunächst sehen wir uns aber genauer an, was es eigentlich mit der Ramen-Brühe auf sich hat.

Welche Ramen-Brühen gibt es?

Der Geschmack der japanischen Nudelsuppe steht und fällt mit der Qualität der Brühe! In Japan unterscheiden wir zwischen vier verschiedenen Versionen dieser wichtigen Flüssigkeit:

  • Miso (fermentierte Sojabohnen)
  • Shio (Salz)
  • Shoyu (Sojasauce)
  • Tonkotsu (Schweineknochen)

Miso-Ramen (Brühe mit einer Paste aus fermentierten Sojabohnen)

Miso-Ramen ist eine der neusten Ramen-Brühen! Sie wurde in den langen, kalten Wintern von Hokkaido erfunden. Ihren komplexen, intensiven Geschmack bekommt sie von der Miso-Paste . Diese besteht aus fermentieren Sojabohnen und Klebreismehl und kommt in der japanischen und koreanischen Küche häufig zum Einsatz. Sie ist von Haus aus vegan. Miso selbst schmeckt etwas salzig, und kann in unterschiedlichen Intensitätsstufen gekauft werden. Die mildeste, hellste Variante eignet sich ideal für Neulinge, die Miso zum ersten Mal ausprobieren.  Mit dieser Miso Paste habe ich gute Erfahrungen gemacht - ich kann sie euch deshalb auf jeden Fall empfehlen. Aber natürlich ist auch jede andere Miso-Paste geeignet. Wenn du Miso zu Hause hast, kannst du damit neben Ramen übrigens auch Miso-Shiro und andere schmackhafte Gerichte zubereiten.

Shio-Ramen (Salzbrühe)

Die meist helle und klare Brühe bekommt ihren Geschmack - wie der Name es schon sagt - vom Salz. Eigentlich sind zwar alle Ramen-Brühen recht salzig, aber bei der Shio-Ramen gibt es außer Salz keine Würzmittel (wie Sojasauce oder Miso), das den Geschmack dominiert. Deshalb sind viele Köche der Meinung, dass Shio-Ramen eine der herausforderndsten Brühen ist!  Aber keine Angst: Die Zubereitung ist nicht schwer. Wir haben weiter unten beschrieben, wie du Shio-Brühe selber machst. Du brauchst übrigens nicht nur Salz, sondern auch andere Zutaten, die den Umami-Geschmack in die Brühe bringen. 

Shoyu-Ramen (Sojasaucenbrühe)

Diese klare, leicht bräunliche Brühe bekommt ihren Geschmack von der japanischen Sojasauce . Die Basis besteht meist aus Hühnerbrühe, kann aber auch mit Schweine- oder Rindfleisch zubereitet werden. Shoyu-Brühe ist jene Ramen-Brühe, die am häufigsten verwendet wird. Sie ist besonders in Tokio sehr beliebt. Beim Kochen solltet du beachteten, dass die Brühe nicht zu stark erhitzt werden darf. Sonst wird sie nämlich trüb. 

Tonkotsu-Ramen (Schweinebrühe)

Tonkotsu-Ramen ist besonders in der Gegend um Kyushu sehr beliebt. Sie wird aus Schweineknochen hergestellt und braucht in der Zubereitung bis zu 24 Stunden! Sie ist weißlich, trüb und sehr cremig. Häufig werden als zusätzliche Geschmacksträger auch Hühnerbrühe und Schweinefett in diese Brühe gemischt. 

Wie bereite ich Ramen selbst zu?

Wie lang oder kurz die Zubereitung von Ramen-Nudelsuppen dauert, hängt in erster Linie von der Art der Brühe ab. Manche Ramen-Brühen kannst du schnell zubereiten. Es gibt aber auch Variationen, die nicht ganz so rasch fertig sind. Bei gewissen Brühen nimmt die Herstellung bis zu 24 Stunden in Anspruch! Aber keine Sorge, wir geben dir natürlich auch Ramen-Rezepte, bei denen die Suppe in weniger als 30 Minuten am Tisch steht! 

Wenn du Ramen selbst zubereiten möchtest, brauchst du auf jeden Fall folgende drei Grundzutaten: Ramen-Nudeln (frisch oder getrocknet), Ramen-Brühe (Shio, Shoyu, Miso, Tontoksu oder auch eine andere Brühe, z.B. Gemüse- oder Fleischbrühe) und Toppings. Wir gehen gleich näher auf die einzelnen Komponenten ein.

Eines möchte ich noch sagen. In Restaurants gelten Ramen als Fast Food, auf das du maximal 2-5 Minuten warten musst. Manchmal wird die leckere Suppe sogar noch schneller serviert! Wenn du Ramen selbst zubereitest, kann aber das Gegenteil der Fall sein. Wie oben schon erwähnt, kann die Zubereitung unter Umständen einen ganzen Tag oder sogar noch länger dauern - bis zu 2 Tage! Also: Lass dir Zeit beim Kochen. Du wirst auf jeden Fall mit superleckeren Ramen belohnt. Viel Spaß!

Ramen selber machen - kein Problem!
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Ramen: Die richtigen Nudeln

Du kannst aus zwei bzw. eigentlich aus drei verschiedenen Nudelsorten Ramen zubereiten. Zum einen sind das getrocknete Ramen (also Nudeln, die in einer ähnlichen Form kommen wie Spaghetti). Zum anderen gibt es frische Ramen-Nudeln. Diese bekommst du mittlerweile sogar in Deutschland in Asia-Märkten. Schlussendlich gibt es auch Instant-Ramen. Diese Variante empfehle ich eher nicht. Möchtest du dich aber dennoch daran versuchen, kannst du dir diesen Beitrag ansehen: Ramen für 2 Euro .

Achtung: Ramen-Nudeln müssen nicht sehr lange gekocht werden. Sie sind sehr dünn und werden deshalb schnell weich. Achte auf die Angaben auf der Verpackung: Meist ist angeführt, wie lange deine Nudelsorte kochen muss. 

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Die Ramen-Brühe

Dies ist der Teil der Ramen-Suppe, der die meiste Zeit und Liebe braucht! Ich kann es gar nicht oft genug sagen: Der Geschmack der Ramen hängt zum allergrößten Teil von der Brühe ab :) Gib dir dabei also besonders viel Mühe, wenn du ein authentisches Endergebnis willst! 

Miso-Ramen-Brühe: Zubereitung

Miso-Ramen kann für Leute, die noch nie Miso probiert haben, vielleicht etwas intensiv schmecken. Aber irgendwann solltest du diese Spezialität auf jeden Fall probieren! Abgesehen von Miso kommen in der japanischen Küche nicht zu viele intensive Gewürze zum Einsatz. Deshalb ist Miso-Ramen insgesamt auch für Neulinge nach einer kurzen Gewöhnungsphase gut genießbar. Ich persönlich mag Miso-Brühe sehr gerne. Sie hat einen ganz sehr eigenen Charakter und ist etwas schwerer als z.B. Shio-Brühe. Du verstehst nicht ganz genau, was ich meine? In Japan würden wir sagen, dass die Shio-Brühe mehr "sappari" ist als die Miso- oder Tonkotsu-Brühe :)

Nichtsdestotrotz ist die Miso Brühe eine sehr aromatische Brühe, die zusammen mit den Nudeln und Toppings eine wahre Geschmacksexplosion in deinen Mund auslösen wird. Ich wünsche dir viel Spaß beim Kochen!

  1. Bereite folgende Zutaten vor: Sesam (gerieben), Sesamöl, Knoblauch (am besten mit einer Presse pressen), Ingwer (reiben oder in sehr kleine Stücke schneiden), Zwiebeln oder Schalotten (in sehr kleine Würfel schneiden), Miso, Chiliöl oder Chilipulver (wenn du es etwas schärfer magst), und schlussendlich eine Fleischbrühe. Diese kann aus Hähnchen- oder Schweinefleisch bestehen. Isst du kein Fleisch, kannst du ruhig auch eine Gemüsebrühe verwenden.
  2. Brate nun die folgenden Zutaten in Sesamöl an: Knoblauch, Ingwer, Zwiebeln und Schalotten.
  3. Nach ca. 5 Minuten fügst du Zucker, Seam, Miso sowie optional Chilipulver oder Chiliöl hinzu.
  4. Nach weiteren 2-3 Minuten gießt du die Brühe hinzu und rührst gut um.
  5. Schlussendlich würzt du die Brühe mit Salz und Pfeffer und lässt sie für ca. 10 Minuten köcheln.
  6. Fertig ist die Miso-Brühe!
Unsere Empfehlung zur Miso-Brühe
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Mit dieser milden Miso-Paste gelingt deine Miso Brühe perfekt. Falls du es intensiver magst, verwende die dunkle Variante!

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Unsere Empfehlung zur Miso Brühe
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Mit dieser etwas geschmacksintensiveren Miso-Paste wird die Ramen etwas würziger.

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Shio-Ramen-Brühe: Zubereitung

Die Brühe für Shio-Ramen ist sehr einfach und braucht nur wenige Gewürze. Sie ist sehr schnell zubereitet. Das Rezept, das ich unten angeführt habe, nimmt besonders wenig Zeit in Anspruch und schmeckt trotzdem extrem lecker. Ich wünsche dir viel Spaß beim Kochen!

  1. Bereite als Erstes eine Fleischbrühe vor. Dabei kannst du Hühner - oder Schweinebrühe nehmen. Diese sollte im Idealfall nicht ungewürzt sein. Ist sie dennoch gewürzt, solltest du im weiteren Verlauf etwas weniger würzen, damit die Brühe nicht zu salzig wird.
  2. Wärme die Fleischbrühe auf. Handelt es sich um Instant-Brühe, dann bereite diese laut Packungsanleitung zu.
  3. Nun schaltest du die Hitze ab und würzt die warme Brühe mit folgenden Zutaten: etwas Salz (1 TL), Pfeffer (am besten weißen), Sesam und etwas Sesamöl.
  4. Fertig ist die Shio-Ramen Brühe - eine der einfachsten Brühen für Ramen!

Shouyu-Ramen-Brühe: Zubereitung

Die Shoyu-Ramen-Brühe ist im Prinzip eine Shio-Ramen-Brühe, die mit etwas Sojasauce ergänzt wurde. Damit es aber nicht langweilig wird, habe ich euch ein Rezept herausgesucht, das ein bisschen anders ist und auch etwas mehr Zubereitungszeit benötigt. Das Resultat ist aber eine perfekte Shoyu-Ramen-Brühe!

  1. Auch hier startest du mit Fleischbrühe. Du kannst Hühner- oder Schweinefleisch-Brühe verwenden.
    1. Gib Wasser in einen Topf und koche folgende Zutaten darin: Fleisch, Frühlingszwiebeln, Ingwer und Knoblauch. Dabei die Hitze so einstellen, dass das Wasser nur leicht köchelt.
    2. Nach einigen Minuten entsteht eine Schaumschicht. Entferne diese vorsichtig mit einem Löffel, einer Kelle oder einem Sieb.
    3. Lass die Brühe nun für mindestens 30 Minuten, besser aber für ein paar Stunden kochen.
    4. Falls du die Brühe ein paar Stunden lang sieden lassen möchtest, dann achte darauf, dass der Wasserpegel nicht zu stark sinkt - sonst können die Zutaten anbrennen. Du kannst jederzeit Wasser aufgießen. Idealerweise wärmst du dieses in einem Wasserkocher oder auf einer anderen Herdplatte auf, damit du den Kochvorgang der Brühe nicht unterbrichst.
  2. Bereite nun die Dashi-Brühe zu.
    1. Damit es schneller geht, kannst du auch Instant-Dashi nehmen. Dafür musst du nur Dashi-Pulver mit etwas Wasser vermischen. 
    2. Dashi kannst du folgendermaßen zubereiten: Gib Wasser in einen Topf, füge Kombu hinzu und wärme dieses bei geringer Hitze auf. Achtung: Das Wasser darf nicht kochen!
    3. Warte für ca. 5 Minuten, füge danach einige Katsuobushi (Bonitoflocken) hinzu und lass die Brühe für weitere 5 Minuten ziehen.
    4. Nun gießt du die Dashi mit einem Sieb ab.
    5. Das wars! Übrigens: Wenn du VegetarierIn oder VeganerIn bist, kannst du die Bonitoflocken auch weglassen.
  3. Nun kannst die Tare (Sauce) kochen.
    1. Mische dazu in einem Topf jeweils einen Teil Sojasauce und einen Teil Mirin, einen halben Teil Sake, etwas Seasamöl und Sesam. Koche das Ganze nun für ein paar Minuten, damit der Alkohol vom Sake verdunstet.
    2. Tadaa: Die Tare für die Shoyu-Ramen ist fertig!
  4. Im letzten Schritt vermischt du Tare und Brühe! Das Verhältnis sollte in etwa so aussehen: 1/2 Hühnerbrühe, 1/4 Dashi und 1/4 Tare. Natürlich ist das aber Geschmackssache. Du kannst also ruhig mit den Mischverhältnissen experimentieren :)

Tonkotsu-Ramen-Brühe: Zubereitung 

Tonkotsu-Ramen ist eine meiner Lieblings-Ramen. Sie ist cremig, schmeckt lecker nach Fleischbrühe und hat sehr viel Umami. Es gibt aber ein kleines Problem bei der Tonkotsu-Brühe: Sie ist in der Herstellung wirklich aufwendig. Wenn du sie perfekt kochen willst, kann das sehr lange dauern. Damit du Tonkotsu-Ramen auch mal probieren kannst, gibt es hier eine Anleitung dazu, wie du diese wundervolle Brühe zubereiten kannst!

  1. Bereite zuerst Schweinefleisch und Schweineknochen vor. Du kannst z.B. Spitzbein verwenden, aber auch andere Teile des Schweins funktionieren gut. Natürlich kannst du auch anderes Fleisch verwenden. Allerdings gibt nur Schweinefleisch diesen einzigartigen Geschmack, den du unbedingt mal probiert haben solltest. Willst du dennoch anderes Fleisch nehmen, empfehle ich Teile, die recht viele Knochen haben, z.B. Hähnchenschenkel statt Hähnchenbrust.
  2. Das Fleisch kochst du für 5-15 Minuten und entfernst dabei nach und nach den Schaum, der an die Oberfläche tritt (in Japan nennen wir diesen "Aku"). Dieser Schaum beinhaltet Bitterstoffe und kann den Geschmack der Suppe deshalb verfälschen. 
  3. Nach einer Weile gießt du das Wasser ab und ersetzt es durch frisches Wasser. Wasche außerdem die Knochen ab und entferne Verunreinigungen und Blut - diese haben nämlich kein Umami, sondern im Gegenteil eher Bitterstoffe. Das Fleisch darf aber natürlich an den Knochen bleiben! Außerdem fügst du 1-2 Stangen Frühlingszwiebeln, Zwiebeln und Ingwer zum Kochwasser hinzu. Koche das Ganze wieder auf.
  4. Nun drehst du die Hitze etwas zurück, aber so, dass die Brühe trotzdem noch weiterköchelt. Das ist wichtig, damit die leckeren Aromen aus Fleisch, Knochen und Gemüse ins Wasser übergehen können.
  5. Jetzt kommen wir zum spannenden Part. Je nachdem, wie wichtig dir der perfekte Geschmack ist, kannst du die Brühe bis zu 24 Stunden kochen lassen. Ja, richtig gelesen: 24 Stunden! Ich habe mich nicht vertippt! Allerdings solltest du darauf achten, dass der Wasserpegel dabei nicht zu stark sinkt, da die Brühe sonst anbrennen kann. Kontrolliere jede Stunde einmal, ob die Brühe noch genug Flüssigkeit hat. Brauchst du mehr Wasser, dann solltest du dieses idealerweise erwärmen, bevor du es zur Suppe gibst. Ich weiß natürlich, dass 24 Stunden sehr lang sind, aber ich würde dir dennoch empfehlen, die Tonkotsu-Brühe mindestens 12 Stunden lang köcheln zu lassen. Für alle, die aber auch nicht 12 Stunden warten können oder möchten, reichen auch 1-2 Stunden aus. Kürzer solltest du die Brühe aber nicht kochen lassen - sonst geht das Umami nicht ausreichend von Fleisch und Gemüse in die Suppe über. Ein Tipp: Du kannst in der Zwischenzeit die anderen Zutaten vorbereiten. Zum Beispiel sind das Chashu und Menma.
  6. Damit die Tonkotsu-Brühe ihre Würze bekommt, bereitest du zusätzlich Tare (Sauce auf japanisch) zu.
  7. Dafür stellst du als erstes Dashi her. Damit es schneller geht, kannst du auch Instant Dashi nehmen.
    1. Dashi kannst du folgendermaßen zubereiten. Gib ein Stück Kombu in einen Topf mit Wasser. Wärme diesen bei geringer Hitze auf. Achtung: Das Wasser darf nicht kochen.
    2. Warte ca. 5 Minuten, füge danach einige Katsuobushi (Bonitoflocken) hinzu und lass die Brühe für weitere 5 Minuten ziehen.
    3. Nun gießt du die Dashi ab.
    4. Fertig ist die Dashi-Brühe! Du kannst übrigens das Katsuobushi weglassen, wenn du VegetarierIn oder VeganerIn bist.
  8. Gib nun einen Teil Sojasauce, einen Teil Mirin, einen halben Teil Sake und die Dashi in einen Topf.Die Dashi sollte dabei rund die Hälfte der gesamt Masse ausmachen. Koche die Sauce nun für ein paar Minuten, damit der Alkohol vom Sake verdunstet.
  9. Tadaa: Die Tare für die Tonkotsu-Ramen ist fertig!

Deutsche Gemüse- oder Fleischbrühe verwenden

Wenn du in deiner Nähe kein Asia-Supermarkt hast und auch keine Zutaten online bestellen möchtest, kannst du eine ganz normale Suppenbrühe verwenden. Dabei empfehle ich eher Fleischbrühen, da diese etwas geschmacksintensiver sind. Bist du VegetarierIn oder VeganerIn, dann kannst du aber auch Gemüsebrühe verwenden.

Du kannst verschiedene Brühen kombinieren!

Wenn dir verschiedene Brühen sehr gut schmecken, dann kannst du sie auch kombinieren. Ich würde aber vorher mit kleinen Mengen experimentieren - nicht alle Kombinationen passen gut zusammen. Welches Mischverhältnis du verwendest, ist reine Geschmackssache.

Die Toppings für Ramen

Die Toppings auf der Ramen machen die Suppe erst komplett. Jedes Ramen-Restaurant hat eigene Spezialtoppings. Typisch sind Gemüse, Fleisch und Fisch. Aber es gibt natürlich auch Zutaten, die nicht unbedingt in die japanische Nudelsuppe passen. Deshalb habe ich unten traditionelle japanische und auch deutsche Topping-Ideen aufgelistet. Deutsche Zutaten sind übrigens solche, die du in fast jedem deutschen Supermarkt findest, und die perfekt zu Ramen passen. 

Okinawa Ramen - Ramen Toppings
Okinawa Ramen - Ramen Toppings

Japanische Zutaten

Hier ist im Prinzip alles möglich! Ich habe in Japan schon einige Varianten probiert. Die ungewöhnlichsten bisher waren Mapo-Tofu-Ramen (scharfer Tofu mit Hackfleisch), Okinawa-Ramen (schmeckt sehr ungewöhnlich und ist ehrlich gesagt nicht so ganz mein Geschmack), sehr scharfe Ramen (manche RamenYa haben es sich zur Aufgabe gemacht, extrem scharfes Ramen zu kochen - genau wie bei der deutschen Currywurst! Auch bei Ramen gibt es dann verschiedene Schärfegrade), und sehr dicke Ramen-Nudeln, die fast schon Udon- artig waren (da ich Udon nicht so gerne mag, waren diese Ramen ebenfalls nicht meine Favorit).

  • Narutomaki (daher kommt auch der Anime-Name)
  • Negi (Frühlingszwiebeln)
  • Tamago (Ei - meistens in Sojasauce eingekocht)
  • Menma (Bambussprossen)
  • Moyashi (Sojasprossen)
  • Wakame (Seealge)
  • Nori (Getrocknete Seealge)
  • Kamaboko (Fischkuchen)
  • Chashu (eingekochtes Schweinefleisch)
  • Shiitake (Pilze)
  • und noch viele andere Zutaten 

Deutsche Zutaten, die perfekt zu Ramen passen

  • Kaiserschoten
  • Karotten (sehr dünn geschnitten)
  • Kartoffeln (kleine Würfel)
  • Zwiebeln/Schalotten (sehr dünne Ringe, nicht in Würfel schneiden)
  • Porree (dünne Scheiben)
  • Lauchzwiebeln/Frühlingszwiebeln (klein geschnitten, werden nicht mitgekocht, sondern vor dem Essen als Garnitur auf die Ramen gestreut)
  • Pilze (Champignons, Steinpilze, ... - in dünne Scheiben schneiden, damit die Pilze die Brühe gut aufsaugen)
  • Mais (am besten gegrillt/gebraten, geht aber auch gekocht)
  • Kohl (Weißkohl, Pak Choi, ... - in mundgerechten Stücke)
  • Ei (roh oder auch gekocht)
  • Fleisch (angebraten oder gekocht, in dünne Scheiben geschnitten)
  • Paprika (in Würfelform)
  • Erbsen (gekocht)

Ramen in Japan bestellen

In Tokyo haben ich bereits einige Male Ramen gegessen. Das Interessante an Ramen-Restaurants ist, dass du dabei deine Bestellung an einer Maschine abgibst. Wie diese Maschine funktioniert, könnt ihr in folgendem Youtube-Video sehen:

Bezahlt wird übrigens nicht am Ende, sondern zu Beginn. Du gehst also in das Restaurant hinein und zum Bestellautomat, wählt das Gericht deiner Wahl aus, bezahlt und bekommst dann eine Rechnung, die du dem Koch weitergibst. Der bereitet deine Ramen innerhalb von 2-3 Minuten zu und bringt sie dir. Wasser zum Trinken gibt es in Ramen-Restaurants natürlich - wie auch in anderen japanischen Restaurants - gratis :)

Tipps fürs Ramen-Essen

Um Ramen richtig zu kochen und dich beim Essen nicht zu blamieren, gibt es ein paar Dinge zu beachten. Diese Dinge habe ich hier aufgelistet:

Schnell essen!

Die Ramen-Nudeln saugen sich sehr schnell mit Brühe an und werden dann maschig und dick. Dann sind sie von der Konsistenz und vom Geschmack her nicht mehr perfekt. Iss also möglichst schnell!

Schlürfen nicht vergessen

Vielleicht fällt dir auf, dass in Ramen-Restaurants richtig viel geschlürft wird. Das machen die Japaner nicht, um dich zu ärgern, sondern um die Ramen auch im heißen Zustand essen zu können. Denn beim Schürfen wird Luft aufgenommen, die die Suppe abkühlt. Auch Miso Shiru wird geschlürft! Und damit du dich beim schnellen essen nicht verbrennst, solltest du die Ramen ebenfalls schlürfen! 

Gleich aufstehen

Wieso solltest du nach dem Essen sofort aufstehen und gehen? Ramen ist ein Fast Food und sollte auch so gegessen werden. Das gilt in Deutschland, wo Ramen-Restaurants sehr beliebt sind. Aber auch in Japan ist es unhöflich, wenn du zu lange in einem Ramen-Restaurant sitzen bleibst, während die weitere Kundschaft wartet. Ramen-Restaurants sind auch eher dafür gedacht, um schnell den Hunger zu stillen, aber nicht, um sich für ein gemütliches Essen mit Freuden oder Familie zu treffen. Bei dem ganzen Geschlürfe und schnellen Essen kann man sowieso schlecht sprechen!

Zubereitung

  1. Starte mit der Brühe und koche Miso-, Shio-, Shouyu- oder Tonkotsu-Brühe. Wenn dir Zutaten dafür fehlen, kannst du diese im Internet bestellen. In der Zutatenliste haben wir Amazon-Links für Produkte hinzugefügt, die wir dir empfehlen können. Du kannst notfalls aber auch Gemüse- oder Hühnerbrühe verwenden. Dann werden es deutsche Ramen ;)

  2. Schneide nun das Gemüse klein (Am besten so, wie ich es bei den deutschen Toppings etwas weiter oben im Text beschrieben habe. Schneidest du die Zutaten falsch, kann sich nämlich der Geschmack der fertigen Ramen verändern). Falls du Shiitake verwenden möchtest und diese im getrockneten Zustand kaufst, solltest du sie erst in lauwarmem Wasser einweichen.

  3. Gemüse wie z. B. dünn geschnittene Karotten, Kaiserschoten/Zuckerschoten, Kohl, Sojasprossen usw. blanchieren - also kurz kochen. Damit das Gemüse Farbe und Konsistenz beibehält, solltest du es nach dem Kochprozess rasch abkühlen. Am besten geht das mit einem Eiswasserbad.

  4. Zutaten, die Röstaromen abgeben, bitte kurz und scharf anbraten: z. B. Fleisch oder Mais. 

  5. Die anderen Zutaten nach Beliebten zubereiten: Ei kochen (Härtegrad nach Geschmack), Tofu roh oder gebraten verwenden

  6. Im letzten Schritt die Ramen-Nudeln kochen (meist steht auf der Packung, wie lange die Nudeln gekocht werden sollen, normalerweise 2 - 5 Minuten)

  7. Nun geht es ans Anrichten: Wärme dazu die Brühe noch einmal auf, gib die Ramen-Nudeln in die Brühe und die Toppings auf die Nudeln. Frühlingszwiebel und Nori dienen als Garnierung und kommen ganz zum Schluss auf die Ramen. Fertig!

Eine Bewertung würde uns sehr freuen :)

Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

Kommentare

  • Gast Logo Cosima Giesel : 2018-09-30 09:37:05

    Bin begeistert über diesen Blog! Hoffe mit gelingt alles so, wie Ihr es angegeben habt ;-) bin echt gespannt! Liebe Grüsse Cosima

    • RyuKoch Logo RyuKoch (Ryusei & Matthias)

      Hi Cosima,
      vielen Dank, das hoffe ich doch :) Guten Hunger wünsche ich dir :)
      Ryu

  • Gast Logo Elisa : 2018-05-15 09:54:57

    Hallo aus Tokyo,
    
    das Rezept klingt sehr lecker und lädt zum Nachkochen ein :) Ich habe mich auch erneut dem Thema Ramen gewidmet - das ist immer aufs Neue spannend und es gibt dauernd neue Aspekte zu entdecken! [...]
    
    Liebe Grüße
    
    Elisa

  • Gast Logo Anett : 2017-10-13 15:40:01

    Toller Bog, ich habe schon lange nach einem Blog mit asiatischer Ausrichtung gesucht .
    Ich stöbere dann mal noch ein bisschen....:)
    
    Liebe Grüße
    Anett

    • RyuKoch Logo RyuKoch (Ryusei & Matthias)

      Hallo Anett,
      
      danke für dein Lob :) Wir freuen uns auf dich als weiteren Leser :)
      
      Liebe Grüße
      Matthias

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