VG Wort Zählermarke
Englisch Version

Dashi Fisch- / Algenbrühe

4.8  basierend auf 11 Bewertungen

Aktualisiert: 18.11.2019 Bildquelle: fofie57

Inhaltsverzeichnis:

    Dashi gehört zur japanischen Küche wie Sushi und Sashimi! Es handelt sich dabei um eine Fischbrühe, die du in etwa mit deutscher Gemüse- oder Knochenbrühe vergleichen kannst. Dashi ist die Basis aller Suppen und der meisten Saucen und bringt Extra-Geschmack in Nudeln, Eintöpfe und Hotpots – und das schon seit Langem. In Kochbüchern taucht Dashi nämlich schon seit dem 17. Jahrhundert auf! Dashi ist außerdem verantwortlich für den einzigartigen, umfassenden Umami-Geschmack, für den die japanische Küche so bekannt ist. Anders als die deutsche oder auch die französische Brühe, die auf der Basis verschiedenster Gemüsesorten, Fleisch, Kräutern und Gewürzen hergestellt werden – und dabei einige Stunden köcheln muss – braucht Dashi nur 1-2 Zutaten und ist in 20 Minuten fertig. Es gibt in der japanischen Küche zwar auch Fleisch- und Gemüsebrühen, diese werden aber sehr viel seltener verwendet als Dashi. 

    Dashi kann aus verschiedenen Zutaten hergestellt werden. Es gibt auch vegetarische und vegane Variationen von Dashi.

    Wie schmeckt Dashi?

    Dashi hat einen tiefen, würzigen Geschmack mit einer unverwechselbar süßlichen Note, ist aber dennoch relativ mild und nicht sehr salzig. Die Brühe ist so geschmacksintensiv, weil sämtliche Zutaten, die für die Dashi verwendet werden, natürliches Glutamat (einen Geschmacksverstärker) enthalten. Mit der richtigen Dashi als Basis müssen fertige Gerichte kaum nachgewürzt werden. Die beste Beschreibung für den Dashi-Geschmack ist „Umami“, eine der fünf Geschmacksrichtungen.

    Wie sieht Dashi aus?

    Dashi ist eine klare Brühe, die meist einen goldfarbigen Ton hat. Die Zutaten, die für den Kochprozess verwendet wurden, werden vor dem Servieren üblicherweise herausgefiltert.

    Ist Dashi gesund?

    Das hängt davon ab, wie du deine Dashi zubereitet hast und wie du sie isst. Wenn Dashi mit Katsuobushi (getrockneten Fischflocken) hergestellt wird, ist sie zum Beispiel sehr gesund. Katsuobushi hat nämlich viele Aminosäuren, die sehr wichtig für die Gesundheit sind. Außerdem hat Katsuobushi sogar einen Anti-Aging-Effekt und kann dir dabei helfen, Gewicht zu verlieren.

    Verwendest du die Dashi hingegen nur in kleinen Mengen, um leckeren, aber recht fettigen Tempura darin einzutauchen, ist sie natürlich etwas weniger gesund!

    Der Umami-Geschmack von Dashi - Was ist Umami eigentlich?

    Im Jahre 1909 tauchte der Begriff „Umami“ das erste Mal auf. Es war der japanische Forscher Ikeda Kikunae, der den Umami-Geschmack identifizierte. „Umami“ bedeutet so viel wie „wohlschmeckend“. Mittlerweile wird Umami als eine der fünf Grundgeschmacksrichtungen anerkannt. Die anderen sind süß, sauer, bitter und salzig. Der Umami-Geschmack ist übrigens auf die Aminosäure Glutamat zurückzuführen. Diese kommt in der asiatischen Küche häufig zum Einsatz, ist aber auch in Hühnerbrühe, Milch und reifem Käse, wie zum Beispiel Parmesan, enthalten. Künstliches Glutamat ist allerdings recht ungesund. Es kommt oft in Fertiggerichten vor, sollte aber nach Möglichkeit vermieden werden. 

    Der Umami-Geschmack ist auch dafür verantwortlich, dass intensiv schmeckende Lebensmittel, die Glutamat enthalten, in Kombination noch besser sind. Das beste Beispiel hierfür: Die Kombi aus Parmesan und Tomatensauce! Auch Kombu und Katsuobushi – die Hauptzutaten der klassischen Dashi - zählen zu diesen genialen Kombinationen. Dashi ist deshalb quasi der Umami-Geschmack in flüssiger Form! 

    Tsuyu - nicht das gleiche wie Dashi!

    Auch Tsuyu profitiert vom perfekt ausbalancierten Geschmack von Dashi. Die praktische Zutat besteht aus einem Mix aus Dashi, Sojasauce und Mirin (Reiswein)– denn sehr viele japanische Rezepte verlangen nach diesen drei Grundzutaten. Wenn du Tsuyu zum Kochen verwendest, solltest du keine weitere Sojasauce und auch keinen Mirin mehr hinzufügen – denn sonst wird dein Gericht zu würzig. 

    Welche Dashi-Variationen gibt es? 

    Dashi kann aus verschiedenen Zutaten hergestellt werden – die Unterscheidung der unterschiedlichen Dashi-Varianten erfolgt deshalb nach der Hauptzutat. Die Dashi-Sorten, die dir am öftesten begegnen werden, sind Awase Dashi, Kombu Dashi und Katsuo Dashi, aber es gibt noch unzählige weitere leckere Varianten. Hier haben wir die beliebtesten für dich aufgelistet. Dashi kann aber auch mit Fleisch oder auch Gemüse zubereitet werden. 

    Awase Dashi

    Das ist die Standard-Variante der Dashi. Sie besteht nur aus zwei Zutaten: Katsuobushi (getrocknete Bonitoflocken) und Kombu (einer Braunalge). Awase Dashi ist die Version, die die meisten japanischen Gerichte verfeinert. Sie ist perfekt geeignet für Misosuppen, den Huhn-Ei-Eintopf Oyakodon und viele andere Speisen. Awase bedeutet übrigens „gemischt“ auf japanisch!

    Was ist Katsuobushi?

    Dabei handelt es sich um das getrocknete, in Flockenform geschnittene Fleisch des Bonito-Fisches. Dieser ist eng mit dem Tunfisch verwandt. Du kannst Bonitoflocken im Asia-Laden kaufen und solltest sie nach Öffnen der Packung im Kühlschrank aufbewahren. Allerdings verfliegt ihr Geschmack recht schnell. Du solltest sie also besser rasch aufbrauchen. 

    Was ist Kombu?

    Dies ist ein Seegras, das im Norden Japans wächst. Du kannst die Alge getrocknet kaufen und dann auch gleich im getrockneten Zustand für die Dashi verwenden. 

    Katsuo Dashi

    Diese Dashi wird auf Basis getrockneter Bonitoflocken hergestellt. Sie ist sehr aromatisch und geschmacksintensiv. Katsuo Dashi wird gerne für klare Suppen sowie Gerichte, die auf Nudeln und Brühe basieren, verwendet. Sie passt ausgezeichnet zu Gemüse, aber weniger gut zu Fischgerichten.

    Kombu Dashi

    Vegetarier aufgepasst! Das ist die richtige Dashi für euch. Sie wird aus der Braunalge Kombu hergestellt und ist sehr einfach zuzubereiten. Kombu Dashi hat einen sanften, subtilen Geschmack. Wenn du übrigens näheres zu den Algenarten wissen willst, die in der japanischen Küche zum Einsatz kommen, haben wir hier einen Artikel zu den beliebtesten Seegras-Sorten für dich. 

    Japanische Algen

    Japanische Algen Gesund und voller Überraschungen

    Kombu Dashi wird verwendet, wenn auch die anderen Zutaten des Gerichtes keinen starken Eigengeschmack haben, oder wenn es sich bei der Hauptzutat um Fisch oder Meeresfrüchte handelt.

    Iriko Dashi 

    Diese Brühe wird aus getrockneten Sardellen oder Sardinen hergestellt. Das resultiert in einem starken, fischigen Aroma und Geschmack. Die Iriko Dashi gilt allerdings als die in der Herstellung günstigste Brühe. Sie passt hervorragend zu Donburis (Reis-Schüssel-Gerichten), Misosuppe und Nudelsuppe. Nicht geeignet ist sie für Fischgerichte – der Fischgeschmack dabei wird schnell zu intensiv. 

    Shiitake Dashi

    Dies ist eine weitere Dashi, die für Vegetarier geeignet ist. Shiitake-Pilze werden meist im getrockneten Zustand gekauft und vor dem Verzehr in Wasser eingeweicht. Diese „Einweichflüssigkeit“ eignet sich perfekt als Dashi. Allerdings wird die Shitake-Dashi nur in den seltensten Fällen alleine verwendet, sondern meist mit Kombu Dashi oder Katsuo Dashi vermischt. Das sorgt für einen wunderbar runden Geschmack. Shiitake Dashi eignet sich perfekt für Nudelsuppen, Stir-Frys, gedämpften Fisch und chinesisch angehauchte Gerichte. 

    Shiitake Pilze

    Shiitake Pilze Pilze mit einem besonderen Aroma

    Wie mache ich Dashi?

    Anders als bei der europäischen Brühe, die viele Zutaten braucht und mehrere Stunden kochen muss, ist Dashi quasi im Handumdrehen selbst gemacht. Im Folgenden erklären wir dir, wie du die leckere japanische Brühe selbst herstellst. Außerdem zeigen wir dir zwei Tricks, mit denen du Dashi ganz ohne Bonitoflocken und Kombu in Minuten auf den Tisch bekommst! 

    Instant Dashi – zwei schnelle Wege zur Fischbrühe

    Dashi selber kochen klingt dir zu aufwendig, oder dir fehlen die richtigen Zutaten für die Fischbrühe? Dann stellt Instant-Dashi eine sehr bequeme Alternative dar! Die bekommst du sowohl auf Amazon als auch in vielen Asia-Läden. Instant-Dashi wird übrigens nicht nur von kochfaulen Europäern verwendet, sondern ist auch in Japan sehr beliebt! 

    Dashi-Pulver 

    Dashi-Pulver bietet sich an, wenn du Gerichten einfach nur etwas Dashi-Geschmack verleihen möchtest, aber keine Brühe zur Hand hast. Du kannst aus dem Dashi-Pulver entweder in wenigen Minuten Miso-Suppe herstellen oder es als Würzmittel über japanische Gerichte streuen. 

    Dashi-Pulver
    Dashi-Pulver

    Mit diesem praktischen Pulver verleihst du allen Gerichten im Handumdrehen den Umami-Geschmack von Dashi.

    Bei Amazon ansehen*

    Dashi-Pakete

    Diese Dashi schmeckt etwas intensiver als die, die du aus Dashi-Pulver gewinnst. Außerdem sind die Dashi-Packungen praktischerweise in genau der richtigen Menge abgepackt. Die leckere japanische Suppe ist so superschnell fertig und kann verspeist oder verkocht werden. 

    Dashi-Packungen
    Dashi-Packungen

    Voller Dashi-Geschmack in einer kompakten Verpackung. Mit Dashi-Packungen hast du garantiert keine Geschmackseinbußen!

    Bei Amazon ansehen*

    Wie mache ich selber Dashi?

    Wenn du dich lieber selbst in die Küche stellen und Dashi eigenhändig kochen möchtest: Sehr toll! Es ist nicht schwer, die geschmacksintensive Brühe zuzubereiten. Tipp: Du kannst die beiden Hauptzutaten, Kombu und auch Katsuobushi, online kaufen. Sie sind nämlich im getrockneten Zustand zu haben und können relativ lange aufbewahrt werden, ohne zu verderben. 

    Du brauchst für die klassische Awase Dashi:

    • Kombu
    • Wasser 
    • Bonitoflocken

    Zubereitung

    • Bereite den Kombu vor: Wenn dieser Schmutz aufweist, entfernst du diesen mit einem nassen Tuch. Reibe den Kombu aber nicht zu gründlich ab – sonst kann es sein, dass du den Umami-Geschmack abwäscht! Wenn du den Kombu entlang der Länge leicht einschneidest, dann gibt er übrigens einen intensiveren Geschmack ab. 
    • Platziere ein postkartengroßes Stück Kombu in einem Topf Wasser und weiche es für rund 20-30 Minuten in kaltem Wasser ein (du kannst den Topf auch über Nacht im Kühlschrank stehen lassen).
    • Schalte den Herd an und lass das Wasser langsam aufkochen 
    • Bevor das Wasser vollständig zu kochen beginnt, schaltest du die Herdtemperatur zurück und fügst Bonitoflocken hinzu
    • Lass die Dashi rund eine Minute ziehen
    • Nun seihst du Kombu und Bonitoflocken ab
    • Fertig ist die Dashi!

    Extra-Tipp: Wenn du vegane Dashi machen möchtest, kannst du die Bonitoflocken gegen Shitake-Pilze austauschen. 

    Die erste und die zweite Dashi

    Nachdem du deine erste („Ichiban“) Dashi zubereitet und Kombu und Bonitoflocken abgeseiht hast, kannst du noch eine zweite Dashi daraus brühen. Die zweite (oder „niban“) Dashi verwendet Kombu und Bonitoflocken, die schon einmal gekocht wurden. Das Resultat ist eine geschmacklich etwas weniger intensive, mildere Dashi – dennoch kommt sie mit einem leckeren Umami-Geschmack. Wirf die Zutaten für deine Dashi also nicht weg, sondern verwende sie unbedingt noch einmal! Während die erste Dashi perfekt für Gerichte ist, die vom Umami-Geschmack profitieren, bietet sich die zweite Dashi an, um damit Nudelsuppen, wie zum Beispiel Ramen, zuzubereiten. 

    Wie lange kann Dashi aufbewahrt werden?

    Das hängt grundsätzlich davon ab, aus welchen Zutaten du deine Dashi gekocht hast. Als Faustregel gilt: Dashi ist im Kühlschrank rund eine Woche haltbar. Du kannst sie aber auch problemlos portionsweise einfrieren und dann im Laufe eines Monats nach Bedarf auftauen. Das ist sehr praktisch, weil du so immer dann frische Dashi zur Hand hast, wenn du sie brauchst. Achtung: Lass Dashi nie bei Raumtemperatur stehen, sonst verdirbt sie rasch!

    Extra-Tipp: Wenn du weißt, dass du am nächsten Tag Dashi brauchst, aber keine Zeit hast, diese zu kochen, kannst du auch einfach die Zutaten, aus denen du die Dashi herstellen möchtest, über Nacht in Wasser einlegen. Am nächsten Tag nimmst du diese heraus und – voila – das Einlegewasser kannst du als Dashi verwenden. 

    Und was mache ich jetzt mit meiner Dashi?

    Du solltest besser fragen, was du nicht mit Dashi machen kannst! In der japanischen Küche wird die köstliche Brühe nämlich in so gut wie jedem Rezept eingesetzt. Besonders schnell lassen sich auf Dashi-Basis japanische Suppen herstellen. Dashi wird aber auch als Dipsauce für Sobanudeln verwendet – ebenso wie als Dip für leckeren, knusprig frittierten Tempura.  

    Hier haben wir einige Rezepte für dich, bei denen du Dashi verwenden kannst!

    Miso-Suppe

    Füg deiner Dashi einfach etwas Misopaste hinzu, und schon hast du eine gesunde, köstliche Suppe. 

    Miso Shiru

    Miso Shiru Rezept japanische Miso Suppe

    Ramen

    Wirklich authentisch schmeckt Nudelsuppe nur, wenn sie mit Dashi zubereitet wurde. Füge der Dashi ein paar Tropfen Sojasauce und Ramen-Nudeln hinzu und schon hast du richtiges Soul Food!

    Ramen

    Ramen Rezept japanische Nudelsuppe auch mit deutschen Zutaten möglich

    Mille Feuille Nabe

    Ein weiteres Wohlfühlessen ist dieser köstliche Eintopf. Er schmeckt im Winter besonders lecker, sieht wunderschön aus und ist außerdem sehr gesund. Mille Feuille Nabe ist übrigens auch ein perfektes Party-Gericht.

    Mille Feuille Nabe

    Mille Feuille Nabe Rezept japanischer Eintopf mit tausend Blättern

    Oyakodon

    Diese „Eltern-Kind-Bowl“ besteht aus Hähnchenfleisch, Ei und Zwiebeln, und – natürlich – Dashi. Schnell mit Standard-Zutaten zubereitet, gesund und lecker ist dieses Gericht ein Standardessen in sämtlichen japanischen Haushalten. 

    Oyakodon

    Oyakodon Rezept japanisches Hähnchen Ei Bowl

    Tamagoyaki

    Nicht einmal japanische Omlettes kommen ohne den Umami-Geschmack der Dashi aus! Tamagoyaki ist ein sehr beliebtes Frühstücksgericht, wird aber auch gerne als Snack zu Bier oder Sake gegessen. Durch die Dashi schmeckt es ganz anders als das Omlett, das ihr kennt. Garantiert!

    Tamagoyaki

    Tamagoyaki Rezept Japanisches Omelett

    Katsudon

    Diese Spezialität ist ganz besonders ausgefallen. Sie besteht aus einem japanischen Schnitzel, das auf Reis serviert und mit einem halb gekochten Ei getoppt wird. Bei der Zubereitung braucht ihr Gemüsebrühe – viel besser schmeckt das Gericht aber, wenn ihr stattdessen Dashi verwendet!

    Katsudon

    Katsudon Rezept mit deutschen Zutaten

    Nabe

    Dashi ist außerdem auch die Basis sämtlicher Nabes - zu Deutsch "Eintopf". In dem Beitrag, den ich euch hier verlinkt habe, findet ihr alles Wissenswerte rund um die Zubereitung, die Varianten und den kulturellen Stellenwert von Nabes. 

    Nabe

    Nabe Japanischer Eintopf

    ♥ Danke für insgesamt 6985 Bewertungen mit 4.5 von 5 Sternen / Sushis!
    Eine Bewertung würde uns sehr freuen :)

    Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

    Kommentare

    • Gast Logo Marill : 2020-01-16 11:02:05

      Hallo Ryusei,
      und nochmals vielen Dank für deine ganze Mühe! 
      Das ist zu liebenswürdig. Es tut mir auch ebenso leid, dass ich dir solch ein Kopfzerbrechen mit dieser Thematik bereite. Aber wie sagt man so schön: Geteiltes Leid ist halbes Leid?! :D
      Ich bin zwar Halbasiatin, komme aber leider aus einem Land, in dem keine Algen verzehrt werden. Daher denke ich, dass mein Körper in der Hinsicht dem einer "deutschen Kartoffel" ähnelt.
      
      Ich hoffe, der ein oder andere findet auch diesen Blog im Netz, vielleicht hilft es ihm auch aus einer ähnlich misslichen Lage. Und an alle anderen, die das hier lesen: Der Blog ist super und einem wird echt lieb und schnell geholfen! (^-^)/

      • RyuKoch Logo RyuKoch (Ryusei & Matthias)

        Hallo Marill,
        gar kein Problem, das ist mein Hobby und es freut mich immer wieder Leuten helfen zu können.
        
        MfG Ryusei von RyuKoch

    • Gast Logo Marill : 2020-01-14 22:48:00

      Hallo, Ryusei!
      Vielen lieben Dank für deine Antwort! Ich habe mittlerweile meine Augen schon ziemlich "wund" gelesen bei der ganzen Recherche und wusste am Ende gar nicht mehr, wie ich das handhaben sollte. Das Thema ist echt kompliziert...
      Vor allem, weil mir bis dato keiner eine klare Antwort liefern konnte. :D
      Danke, dass du Licht ins Dunkeln gebracht hast.
      Hast du eventuell noch einen Tipp, wie lange ich die Kombu-Alge einweichen lassen sollte, bevor ich sie weiter verarbeite?
      Ich werde bald ein Ramen Rezept ausprobieren, in dem die Kombu-Alge sogar für längere Zeit in der Basis-Brühe gekocht wird. Na ich bin gespannt...
      Liebe Grüße 

      • RyuKoch Logo RyuKoch (Ryusei & Matthias)

        Hallo Marill,
        sehr gerne bitte :)
        Nachdem ich jetzt nun recherchiert habe, sollte man dann doch als nicht Asiate die Kombu-Alge zuerst waschen und dann für 1-2 Stunden in Wasser einweichen. Danach solltest du die als gesunder Mensch normal zubereiten und verzehren können. Also die Brühe, wie es mit der ganzen Alge aussieht, weiß ich leider nicht. So stand es auch bei Stiftung Warentest, dass nach so einer Methode die Konzentration ok war, zwar hoch aber nicht extrem hoch.
        
        "Deshalb haben wir die Kombualgen drei bis vier Stunden in kaltem Wasser eingeweicht und fünfmal gespült. Danach waren die Jodwerte um etwa 95 Prozent geringer."
        https://www.test.de/Jod-in-Gemuesealgen-Schock-aus-dem-Meer-1051651-2051651/
        
        Mit freundlichen Grüßen
        Ryusei von RyuKoch

    • Gast Logo Marill : 2020-01-14 17:21:18

      Hallo, 
      ich hoffe, ich finde hier Antworten auf meine vielen Fragen. Ich wollte ein Dashi aus Kombu und Katsuobushi zubereiten, bin allerdings durch den Warnhinweis auf der Rückseite der Kombu-Packung verunsichert. Dort steht nämlich: "Ein Verzehr von mehr als 2TL der Brühe pro Tag kann zu gesundheitlichen Schäden führen."(Schilddrüsenüberfunktion durch zu viel Jod). Die Packung schlägt mir leider eine Zubereitung von 600 ml der Brühe vor (5 x 7 cm großes Kombu wird benötigt). Wie geht das zusammen? Wenn ich von den 600 ml nun 2 TL essen würde, was sollte ich mit den restlichen 590 ml anstellen? Zudem finde ich in jedem Rezept, das ich bis jetzt gesehen hatte, (egal ob es ein japanisches, englisches oder sogar deutsches war) dass immer mehrere Milliliter (150-250 ml) dieser Dashi-Brühe (für z.B. Ramen) verwendet werden. Kombu-Algen werden zudem auch manchmal mit Reis mitgekocht oder es wird aus den Algen selbst ein Gericht gezaubert (in dem Warnhinweis steht auch, dass man die Algen keinesfalls verzehren sollte). Ich habe gelesen, dass Japaner das überschüssige Jod im Körper einfach ausscheiden, was der europäische Körper scheinbar nicht kann? Wie sollte ich das nun handhaben? Ist es wirklich so dramatisch, wie auf dem Warnhinweis beschrieben oder kann ich auch ruhig einmal "zu viel" von der selbst gekochten Dashi Brühe verzehren, ohne gleich gesundheitliche Folgeschäden davon zu tragen?
      
      Mit besten Grüßen!
      P.s.: Ich bin gerade erst auf eure Internetseite gestoßen und werde hier mal durchstöbern :)

      • RyuKoch Logo RyuKoch (Ryusei & Matthias)

        Hallo Marill,
        zuerst habe ich deine Frage hier zum Dashi Beitrag verschoben, da es denke auch für andere Leser sehr interessant sein kann. Denn die Frage ist sehr gut wie ich finde, es ist nämlich wie folgt.
        
        Update: Da das Thema anscheinend doch etwas komplizierter ist, sollte man sich vielleicht beim Arzt beraten lassen. Da ich Japaner bin, kann ich leider meine Erfahrung nicht teilen, da diese bei Deutschen ganz anders ist. Dennoch habe ich 4 deutsche Quellen gefunden, die das Thema relativ gut beschreiben.
        
        Die deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V. sagt folgendes:
        Ist man ein Kind zwischen 4 und 7 Jahren, wird eine Dosis von ca. 120 µg/Tag empfohlen.
        Die meisten sind aber jedoch in der Altersgruppe von 31 bis 51 Jahren, da wird eine Dosis von ca. 200 µg/Tag empfohlen
        Schwangere oder Stillende werden sogar 230 bzw. 260 empfohlen.
        
        Generell gilt auch, dass in Deutschland ein eher Jodmangel als ein Jodüberfluss herrscht, denn der Körper braucht eher mehr Jod als weniger. Dennoch gibt es eine Jodüberdosis, die sogenannte "Jodexzess" doch kann man das durch normales Essen nicht erreichen. Hier nochmal ein Zitat vom Bundesinstitut für Risikobewertung: "Als „Jodexzess“ wird in der Regel eine Jodzufuhr von mehr als 1000 μg/Tag angesehen. Eine derartig hohe Zufuhr kann über eine normale Ernährung nicht erreicht werden.".
        
        Falls du doch noch Sorgen haben solltest, hier noch ein Zitat vom Bundesinstitut für Risikobewertung: "Einmalige höhere Dosen unter 1000 µg/ Tag werden in der Regel von Schilddrüsengesunden ohne Nebenwirkungen toleriert. Der Jodüberschuss wird über den Urin wieder ausgeschieden.". Aber wie gesagt, sofern du keine Medikamente nimmst, schaffst du diese Dosis mit normalen Gerichten nicht.
        
        Update: So ich habe nun auch zwei Berichte von Stiftung Warentest und der Verbraucherzentral gelesen. Bei Kombu kann es tatsächlich zu einer Überdosis kommen, wenn man es nicht richtig zubereitet. Wusste ich gar nicht. Man sollte die Kombualge zuerst in Wasser einweichen und das Wasser dann nicht benutzten. Die Alge kann dann benutzt werden, um Dashi zu machen. Sofern man aber nicht krank ist, sollte auch eine kleine Überdosis kaum schaden. Dennoch sollte es bei einem Risikofall mit dem Arzt besprochen werden.
        
        PS: Ich hätte echt nicht gedacht, dass das Thema so kompliziert und umfangreich ist. Danke auf jeden Fall für deine Frage.
        
        Bei den Quellseiten findest du auch mehr Informationen, ich denke die Seiten sind alle sehr vertrauenswürdig.
        Quelle 1- Deutsche Gesellschaft für Ernährung e.V.: https://www.dge.de/wissenschaft/referenzwerte/jod/
        Quelle 2 - Bundesinstitut für Risikobewertung: https://www.bfr.bund.de/de/fragen_und_antworten_zur_jodversorgung_und_zur_jodmangelvorsorge-128626.html
        Quelle 3 - Stiftung Warentest: https://www.test.de/Jod-in-Gemuesealgen-Schock-aus-dem-Meer-1051651-2051651/
        Quelle 4 - Verbraucherzentrale: https://www.verbraucherzentrale.de/wissen/lebensmittel/nahrungsergaenzungsmittel/oft-zu-viel-jod-in-meeresalgenprodukten-8540
        
        Mit freundlichen Grüßen
        Ryusei Hosono von RyuKoch

    Kommentar schreiben