VG Wort Zählermarke

Nikko (日光市) Trip - Reise Guide 1-2 Tage in der Natur

0.0  basierend auf 0 Bewertungen

Aktualisiert: 05.01.2022

Inhaltsverzeichnis:

    Nikko / Nikkō oder auf japanisch (jap. 日光市) ist eine berühmte Stadt in Japan. Diese liegt in der Präfektur Tochigi-Ken und ist mit dem Zug innerhalb von ca. 2 Stunden aus Tokio erreichbar.

    Für die meisten Touristen ist der Nikkō Tōshō-gū Tempel (von der UNESCO zum Weltkulturerben ernannt) die erste Anlaufstelle mit den drei Affen die nichts (Böses) sehen, hören und sagen. Nikko hat aber noch viel mehr zu bieten. Besonders viele historische Bauwerke, sowie viel Natur und schöne Luft - das, was man teils nicht in Tokio erleben kann.

    Wie kommt man nach Nikko?

    Hinweis vorweg!

    Für den "Limited Express" benötigt ihr zusätzlich zur IC Karte (z. B. Passmo oder Suica) ein Limited Express Ticket! Es muss aber nur die IC Karte gescannt werden.

    Asakusa Tokio nach Nikko Tobu
    Asakusa Tokio nach Nikko Tobu

    Am einfachsten kommt man mit dem Zug von Tokio nach Nikko. Dabei benötigt man nur einen Zug und muss daher nicht umsteigen. Dieser fährt von Asakusa Tokio bis nach Nikko (Tobu Skytree Line).

    Limited Express Tobu Line - Tokyo zu Nikko
    Limited Express Tobu Line - Tokyo zu Nikko

    Transportmittel in Nikko

    Nikko Tobu Bus
    Nikko Tobu Bus

    In Nikko kann man außer dem Auto auch den Bus nehmen. Wenn man wie wir einen "NIKKO PASS world heritage area" kauft (dieser kostet ca. ¥2.200) dann kann man ganze zwei Tage jeden Bus in diesem Gebiet nehmen.

    Wir haben den Bus nur einen halben Tag benutzt ca. von 10:00 - 15:30 und die Kosten der Fahrten zusammengerechnet. Wir wären auf über ~¥3.000 - ¥4.000 gekommen. Falls man also den Bus zwei kompletteTage nutzt, lohnt es sich erst Recht.

    Alleine der Hin -und Rückweg von Nikko Station zu dem "Chūzenji-See" kostet ca. ¥1.500.

    NIKKO PASS world heritage area ~¥2.000

    Nikko Free Pass Ticket
    Nikko Free Pass Ticket

    Persönlich empfehlenswerter Trip

    Tag 1 - Hinfahrt und erste Sehenswürdigkeiten

    1. Zug (Tokyo - Nikko)

    2. Auto oder Bus

    Man nimmt am Besten ein Auto wenn man mehr Budget hat. Ansonsten den Bus mit dem Free Pass (Preise sind unter Kosten zu finden). Ich hätte gerne ein Auto genommen, doch waren die Preise mir zu hoch. Daher haben wir den Bus genommen, was aber auch nicht schlimm war. Man erreicht alles mit dem Bus.

    3. Shinkyo Bridge ( Google Maps )

    Nikko Shinkyo Bridge
    Nikko Shinkyo Bridge

    Die Shinkyo Brücke liegt am Eingang des Nikkō Tōshō-gū Tempel. Daher ist dieser der perfekte Anlauf für die erste Sehenswürdigkeit. Wer möchte kann für etwas Geld auch auf die Brücke und ein Foto schießen (lassen).

     

    4. Tempel Nikkō Tōshō-gū ( Google Maps )

    Nikko die drei Affen -  „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“
    Nikko die drei Affen - „nichts sehen, nichts hören, nichts sagen“ Author: Jakub Hałun

    Als wir hier im Januar 2022 waren, war es ziemlich voll. Das hat damit zutun, dass wir am 2. Januar dort waren. Traditionell gehen viele Japaner an Neujahr zu dem Tempel. Da das Corona Virus noch wütete, wollten wir uns nicht in Menschenmengen aufhalten, sodass wir leider die berühmten Affen nicht gesehen haben.

    Übrigens! Diese Affen kennt ihr definitiv aus eurer Smartphone Tastatur. Das sind die drei Affen, die sehr oft genutzt werden.

    Nikko Toshogu - Tempel
    Nikko Toshogu - Tempel

    5. Nikko Tamozawa Imperial Villa Memorial Park ( Google Maps )

    Eines der größten hölzernen Gebäude steht hier im "Tamozawa Imperial Villa Memorial Park". Leider war es bereits geschlossen als wir dort angekommen sind. Dieser liegt zwischen "Tempel Nikkō Tōshō-gū" und dem Abyss.

    6. Kanmangafuchi Abyss ( Google Maps )

    Wenn du nach dem imposanten Tempel den Tag mit einem Spaziergang ausklingen möchtest, empfehle ich dir die Jizo Statuen bei dem kanmangafuchi Abyss. Die Statuen haben diese markanten roten Hüte und Stofflätzchen an. Man sagt, dass man diese nicht zählen kann, da jedes Mal eine andere Zahl dabei rauskommt.

    Kanmangafuchi Abyss
    Kanmangafuchi Abyss

    5. Restaurant Yuba essen (als Ramen, Soba oder Spaghetti wer will)

    Weiter unten schreibe ich über Yuba. Ich empfehle euch auf jeden Fall diese Delikatesse zu probieren.

    Yuba - Spezialität aus Nikko
    Yuba - Spezialität aus Nikko

    Tag 2 (wäre theoretisch auch am ersten Tag möglich, nur muss dann alles sehr eng gestaltet sein)

    1. Zum Chūzenji-See ( Google Maps )

    Im Winter ist es dort extrem kalt und windig. Da es auf dem Berg liegt (ca. 1.200 Meter über den Meeresspiegel). Auch schneit es öfters, bzw. bleibt der Schnee auch länger liegen und es ist viel kälter als am Bahnhof (ca. 500 Meter über den Meeresspiegel). Hier kommt man wie zu allen Sehenswürdigkeiten auch mit dem Bus oder mit dem Auto.

    Nachdem wir den See bewundert und die Hotelgäste vom The Ritz-Carlton beneidet hatten (pro Nacht ca. 1.000€), sind wir in ein Cafe gegangen, mit Ausblick auf den See. Das war wichtig, da der Wind trotz 4 Lagen, Handschuhen und Schal uns gut zu schaffen gemacht hatte. Zu dieser Jahreszeit kann man die Paddelbote nicht fahren, daher bin ich gespannt, wie es im Sommer dort ist.

    Nikko Chūzenji See
    Nikko Chūzenji See

    2. Wasserfall - Kengon-Fälle ( Google Maps )

    Nikko sowie die Umgebung ist bekannt für die 3 Wasserfälle. Wir haben zwei davon sehen können. Besonders im Winter ist es spektakulär, da das Wasser am und unter dem Wasserfall gefriert. Mit 97 Metern Fallhöhe ist dieser auch der höchste und beeindruckendste.

    Neben dem Nachi- und Fukuroda Fällen in anderen Präfekturen gelten die Kengon-Fälle zu den schönstens in Japan.

    Wenn man den Wasserfall aus einer guten Perspektive beobachten möchte, kann man einen Fahrstuhl nutzen, eine Treppe gibt es nicht. Dieser kostet leider ca. ¥600. Man zahlt aber auch für die Mitarbeiter und die Platform.

    Kengon Fälle - Wasserfall in Nikko
    Kengon Fälle - Wasserfall in Nikko

    Wer Fisch mag, sollte auf jeden Fall zwischendurch Fisch am Spieß probieren. Meistens sind es Forellen, die man mit Knochen und Eingeweide essen kann. Sie sind salzig und super herzhaft. Besonders in der kalten Jahreszeit kann eine kleine Mahlzeit zwischendurch den Magen erwärmen. Dadurch, dass sie mit Kohle gegrillt werden, sind sie auch super knusprig. Während ich das hier schreibe, bekomme ich wieder Lust drauf, hahaha.

    Fisch am Spieß, super lecker!
    Fisch am Spieß, super lecker!

    3. Wasserfall - Ryūzu-Fälle ( Google Maps )

    Etwas weiter weg sind die viel kleineren Ryūzu-Fälle. Diese kann man besonders vom Nahen angucken, auch gibt es dort ein Restaurant. Natürlich mit Yuba Gerichten.

    Nikko Ryūzu-Fälle
    Nikko Ryūzu-Fälle

    Hotels in Nikko

    Unser Hotel - Nikko Park Lodge Tobu Station

    Wir haben uns auf ein günstiges Hotel entschieden, da wir das gesparte Budget in vor allem Essen investiert haben. Wer 200 - 300€ ausgeben möchte, hat eine viel bessere und größere Auswahl. Hängt natürlich immer von der Saison ab.

    Positive Merkmale:

    • 2 Minuten vom Hauptbahnhof entfernt
    • Personal (bei unserer Ankunft konnte sehr gute Englisch)
    • Sehr günstig (~8.000¥ / 60€)
    • Über Booking.com oder Airbnb buchbar (Booking.com war bei unserer Buchung günstiger)
    • Kein Schimmel gefunden
    • Mikrowelle & Kühlschrank im Shared Badezimmer (Supermarkt ist 2 Minuten entfernt - Family Markt Kombini ist 5 Minuten entfernt)

    Negative Merkmale:

    • Wände sind sehr dünn (ein Kind hat bestimmt eine halbe Stunde um halb Acht geschrien)
    • Teilweise ist der Geruch nicht angenehm, das Zimmer war aber in Ordnung
    • Shared Toiletten & Badezimmer (zwei Zimmer hatten sich diese mit uns geteilt)
    • Teppich im Zimmer ist sehr fleckig, auch sind die Möbel teilweise dreckig
    • Bettlaken hatte ein kleines Loch (2 cm), war aber soweit sauber für ein zwei Sterne Hotel
    • Keine Extras (zwei Sterne Hotel eben)

    Kosten

    Budget Variante 2 Tage eine Person (Hotel könnte man zu zweit teilen)

    1. Zug hin und zurück (~¥7.000 / ~55€)
    2. Hotel eine Nacht (~¥8.000 / ~60€)
    3. Free Bus Ticket 2 Tage (~¥2.200 / ~17€)
    4. Essen & Snacks / Street Food (~¥5.000 / ~40€)
    5. Eintrittsgelder (~¥2.000 / ~15€)
    6. Gesamt = (~¥25.000 / ~190 - 200€)

    Etwas teurere Variante (nicht Luxus) 2 Tage eine Person (Hotel und Auto könnte man zu zweit teilen)

    1. Zug (~¥7.000 / ~55€)
    2. Hotel (~¥30.000 / ~250€)
    3. Auto für zwei Tage (~¥20.000 mit Benzin / ~150€)
    4. Essen & Snacks / Street Food (~¥10.000 / ~75€)
    5. Eintrittsgelder(~¥5.000 / ~40€)
    6. Gesamt = (~¥75.000 / ~570 - 600€)

    Das wichtigste zum Schluss - Essen in Nikko

    Yuba & Soba

    Soba

    Soba Die japanischen Buchweizennudeln

    Yuba ゆば ist in Nikko und Umgebung eine lokale Delikatesse. Hier in Tokio habe ich es noch nie gesehen und gegessen. Da aber fast jedes Restaurant es als Suppe, Spaghetti Topping oder frittiert serviert, habe ich es natürlich probiert.

    Was ist Yuba ゆば? 

    Yuba wird aus Sojamilch erzeugt. Dabei wird die Milch auf 80-90°C erhitzt. Die oben entstehende Schicht wird dann vorsichtig mit einem Stäbchen abgezogen.

    Wie schmeckt Yuba ゆば?

    Es ist schwer zu beschreiben. Anfangs dachte ich, dass es eine ähnliche Konsistenz wie Tamagoyaki hat, da es auch teils sehr ähnlich aussieht, aber es ist viel fester und schwammiger. Dabei saugt es auch viel Flüssigkeit in sich auf. Da es fast geschmacksneutral ist, wird es auf in (Nudel) Suppen oder frittiert serviert. Man kann es auch als Sashimi essen.

    Soba & Yuba - Auf dem Foto Ramen & Spaghetti
    Soba & Yuba - Auf dem Foto Ramen & Spaghetti

    Fazit:

    Besonders im Winter kann ich Nikko empfehlen. In Tokio hat es dieses Jahr 2021-2022 nicht geschneit. Wenn man nach Nikko geht, kann man viel Schnee genießen. Man sollte sich auf jeden Fall sehr warm anziehen, da es im Winter sehr kalt werden kann (-3°C ist nicht unüblich, mit viel Wind wird es sehr unangenehm).

    Hotels sind relativ teuer, da es eine sehr begehrte Touristengegend ist. Das essen ist lecker und man kann viel Natur genießen. Wer also aus der Stadt möchte und in Tokio ist, empfehlen ich 1 - 2 Tage nach Nikko zu gehen. Es ist auch insgesamt nicht sehr teuer.

    ♥ Danke für insgesamt 15901 Bewertungen mit 4.5 von 5 Sternen / Sushis!
    Eine Bewertung würde uns sehr freuen :)

    Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

    Instagram Account @Ryukoch

    Kommentare

    Kommentar schreiben

    Instagram Account @Ryukoch