Präfektur Shiga - Reisebericht Mein Wochenendtrip im Sommer 2021 - Teil 1

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Aktualisiert: 20.08.2022

Inhaltsverzeichnis:

    Um der Sommerhitze in Tokio etwas zu entkommen, habe ich mich auf einen kleinen Wochenendtrip - oder einen Drive, wie so eine kleine Reise hier in Japan genannt wird - begeben und die Präfekturen Shiga und Fukui besucht. 

    Die Präfektur Shiga

    Die Shiga Präfektur liegt mittig der japanischen Hauptinsel Honshu und ist mit dem Auto ca. 5 eineinhalb Stunden westlich von Tokio entfernt. Du hast vielleicht schon einmal von "Omi Beef" oder auch "Wagyu Beef" gehört - Shiga ist die Heimat dieser Köstlichkeit. Das Gebiet ist außerdem für seine große Anzahl an Nationalparks und Skigebieten im Winter bekannt. Da ich jedoch im Sommer nach Shiga gefahren bin, wollte ich mir den berühmten Biwa-See und die ebenso bekannte Burg Hikone mal genauer ansehen und dich auf dieser Reise mitnehmen.

    Am Biwa See

    Der erste Stop meiner Reise wurde der Biwa See, der größte See Japans. Es wird sogar angenommen, dass es der drittälteste See der Welt ist. Am bekanntesten ist wohl das Bild des großen Torii inmitten des Wassers, was auf vielen Japan Postkarten abgebildet ist. An dieser Stelle war ich selbst leider nicht, sondern auf der anderen Seite des Sees unterwegs, um die etwas abgelegeren Orte mal genauer unter die Lupe nehmen zu können.

    Ein Auto lohnt sich!

    Um den Biwa See genießen zu können, kann ich nur empfehlen ein Auto zu mieten . Die Route am Biwa See, die ich nahm, hatte an touristischen Spots leider nicht viel zu bieten, aber die Landschaft beim Fahren zu genießen zu können hat dieses Defizit direkt wieder ausgeglichen. Hier würde ich auch unbedingt die Abendstunden um den Sonnenuntergang für jeden empfehlen, der Landschaftsfotos liebt.

    Es gibt die Möglichkeit auf dem Biwa See mit einem Cruise Ship von einem zum anderen Ufer mit einem Abstecher zu der kleinen Insel Chikubu-shima zu fahren. Während der Pandemie fahren diese Schiffe jedoch nur an ausgewählten Tagen und leider hatte ich hier kein Glück und musste auf das weitere Erkunden des Sees verzichten. 

     

    Lake Biwa - Shiga Präfektur
    Lake Biwa - Shiga Präfektur

    Mein Eindruck

    Alles in allem ist der Biwa See einen Besuch wert, man sollte sich jedoch vorher im Klaren sein, was für einen selbst am interessantesten ist: Will man die volle Natur Japans genießen, bietet sich eine Auto Tour um den See herum an, da es hier einige schöne Spots für Landschaftsaufnahmen gibt und man an ein paar Tempeln vorbeikommt. Auch zum Wandern ist dies sicherlich eine schöne Gegend.

    Für Stadtmenschen und solche, die mit Blick auf den See gerne essen würden bietet es sich dagegen wohl eher an, die Reise mehr nach lokalen Städten zu planen.

    Für Stadtmenschen und solche, die mit Blick auf den See gerne essen würden bietet es sich dagegen wohl eher an, die Reise mehr nach lokalen Städten zu planen.

    Die Burg Hikone

    Am nächsten Tag ging es zur Burg Hikone, die - wie der Name schon sagt - in der Stadt Hikone, direkt am Biwa See liegt. Sie ist mit dem Auto sehr leicht zu erreichen, nur muss man sich auf etwas teure Parkplatzgebühren einstellen: 1,000 Yen pro Stunde. 

    Die Burg ist aber auch per Zug einfach zu erreichen: Vom Hikone Bahnhof sind es nur ca. 15 Minuten zu Fuß entfernt.

    Eintritt

    Will man sich die Burg genauer ansehen, hat man die Wahl zwischen zwei Tarifen: der Eintritt mit einer kleinen Besichtigung der Innenräume und dem umliegenden Garten kostet 800 Yen (ca. 6 Euro), zusammen mit einem Ticket für das benachbarte Museum 1,200 Yen (ca. 9 Euro).

    Ich habe mich diesmal nur für die Besichtigung der Burg und des Gartens entschieden und auf das Museum verzichtet.

    Hikone Castle
    Hikone Castle

    Geschichtlicher Hintergrund

    Burg Hikone wurde ab 1603 in der Edo-Zeit auf Anweisung von Ii Naokatsu, dem Sohn des ersten Lehnsherren von Hikone, erbaut und 1622 fertig gestellt. Sie gehört zu den 12 Japanischen Schlössern, die ihren ursprünglichen Burgturm bis heute erhalten haben und ist obendrein 1952 als Nationalschatz Japans eingestuft worden.

    Vor allem im Frühling wird die Burg Hikone gern besucht, da sie umgeben von Pflaumenbäumen ist und die Blütezeit wohl besonders malerisch sein muss. Aber auch im Sommer macht die Burg wirklich einiges her und wirkt trotz ihrer kleinen Größe recht imposant auf Besucher.

    In der Burg

    Mit dem Eintrittsticket ist es einem auch möglich die Räumlichkeiten zu besichtigen. Wenn du in Deutschland schon einmal eine Burg besucht hast, weißt du sicherlich, dass hier die Inneneinrichtung oder Waffensammlungen immer Teil der Ausstellung sind. Dies sollte man hier nicht erwarten: der gesamte Innenraum der Burg ist leer. Es ist meiner Meinung dennoch wert sich das Ganze mal von Innen anzugucken, da die Architektur natürlich ganz anders ist, als wir es von unseren Burgen kennen. Zum einen bestehen Wände und Böden gänzlich aus Holz und zum anderen gibt es kaum abgetrennte Räume.

    Mein Highlight war die Aussicht von der Plattform der Burg. Es erstreckt sich nicht nur die Stadt Hikone vor einem, sondern auch eine große Portion des Biwa Sees. Laut Touristenguides, die ich vorher zu Rate gezogen habe, ist diese Plattform einer der 8 besten Spots den See zu sehen und ich kann hier nur zustimmen.

    Hikone Castle von Innen
    Hikone Castle von Innen

    Mein Fazit

    Zusammengefasst lässt sich sagen, dass Burg Hikone zwar klein, aber sehr schön ist. Es ist nicht nötig einen ganzen Tag für die Besichtigung einzuplanen, aber sollte man in der Gegend sein, empfehle ich die Burg unbedingt mit auf den Tagesplan zu nehmen. 

    Restaurants gibt es keine in der unmittelbaren Nähe der Burg, daher rät es sich nach dem Burgbesuch Richtung Stadt zu gehen und sich eine lokale Gaststätte zu suchen.

    Aber Achtung: Außerhalb der großen Städten schließen viele Restaurants und Geschäfte schon um sieben Uhr abends!

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