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Einreise nach Japan was du bei der Einreise nach Japan beachten solltest

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Aktualisiert: 06.10.2019

Du hast deine Japan-Reise gebucht. Gratuliere! Nun geht es ans Planen – und an eine gründliche Vorbereitung, damit du auch alle offiziellen Vorgaben befolgst. Wir haben hier einen umfangreichen Guide für dich erstellt, an dem du dich orientieren kannst. Achtung: Sämtliche Informationen sind auf dem Stand September 2019. Unter Umständen macht es also Sinn, gewisse Details noch einmal zu kontrollieren.

Die Einreise

Es geht los! Welche Dokumente sind für die Einreise nach Japan nötig?

Brauche ich einen Reisepass?

Ja, ein Reisepass ist nötig. Im Notfall kannst du auch auf einen vorläufigen Reisepass zurückgreifen. Dieser wird in Japan akzeptiert. In beiden Fällen muss der Pass aber für die Gesamtdauer des Aufenthaltes gültig sein. 

Einreisekarten im Flugzeug

Kurz vor der Landung in Japan bekommst du zwei Dokumente, die du ausfüllen musst: Die weiße Einreisekarte sowie eine gelbe Zollkarte. 

Weiße Einreise-Karte

Mit blauem Kugelschreiber trägst du in Druckbuchstaben Name, Geburtsdatum, Adresse, deine Flugnummer, den Grund deiner Reise („Tourism“) und deine Aufenthaltsdauer ein. Fülle auch die erste Hotel- oder Privatadresse aus, bei der du übernachtest, und inkludiere deren Telefon- oder Handynummer. Im unteren Teil solltest du alles mit „No/Nein” ankreuzen – hier wirst du nämlich nach Drogen und Vorstrafen gefragt. Unter Umständen droht dir sonst am Flughafen ein Gespräch mit den Einreisebeamten. Wichtig: Vergiss nicht, zu unterschreiben!

Gelbe Zoll-Karte

Die gelbe Zoll-Karte füllst du fast genauso aus. Neben der Flugnummer, dem Ausgangs-Flughafen und dem Ankunftstag in Japan wollen die Beamten auch Name, Geburtsdatum, Adresse der ersten Unterkunft, Nationalität, Status sowie deine Passnummer wissen. Auch hier solltest du sämtliche Fragen mit “No/Nein” ankreuzen. Unterschreibe bitte auch hier. Übrigens: Die Rückseite musst du nur ausfüllen, wenn du Alkohol oder Zigaretten im Wert von über 10.000 Yen (rund 85 €) einführst.

Am Flughafen angekommen! Was jetzt?

Sobald du gelandet bist, folgst du den Schildern Richtung „Exit“, bis du vor einem Grenz-Beamten stehst. Gib ihm deinen Pass und deine weiße Einreise-Karte. Nun werden deine Fingerabdrücke genommen und ein Foto von dir gemacht. Schlussendlich bekommst du einen “Temporary Visitor”-Stempel und deinen Pass zurück. Jetzt bist du offiziell in Japan eingereist! Nun holst du nur noch dein Gepäck ab und gehst zum Zollschalter. Es gibt einen roten Schalter (Zoll-Anmeldung) und einen grünen Schalter (zollfrei). Als normaler Tourist wirst du wahrscheinlich den grünen Schalter wählen. Gib dem Beamten hier die ausgefüllte gelbe Zoll-Karte. Diese wird er kurz überfliegen und ggf. ein paar Fragen auf Englisch stellen. Wenn der Beamte zufrieden ist, darfst du weitergehen. Manchmal werden allerdings stichprobenartige Kontrollen durchgeführt, oder bei verdächtigem Benehmen genauer hingeschaut. Dann wird dein Gepäck geöffnet und durchsucht. Hast du aber nichts Verbotenes dabei, brauchst du dir auch keine Sorgen machen.

Japanischer Zoll: Das solltest du beachten

Wie viel Geld/Euros darf ich nach Japan mitnehmen?

Zollfrei dürfen Geld und Schecks im Wert von 10.000 Euro mitgeführt werden. Überschreitest du diese Menge, musst du das angeben und die Summe, die über die 10.000 Euro hinausgeht, verzollen. 

Darf ich Alkohol, Zigaretten und andere Güter einführen?

Ja, allerdings solltest du die Freigrenzen beachten: 

  • Bei Alkohol gilt eine Freigrenze von 3 Flaschen à je 750ml. 
  • Für Zigaretten gilt: 400 Zigaretten, 100 Zigarren ODER 50 Gramm Tabak. Kombinierst zu Zigarren, Zigaretten und Tabak, darfst du maximal 500 Gramm mitnehmen. 
  • Nimmst du Parfum mit, darf eine Menge von 2 Unzen nicht überschritten werden. 

Grundsätzlich gilt: Alle Wertartikel, die du einführst, müssen kombiniert einem Wert von 200.000 Yen (rund 1700 Euro) unterschreiten. Berücksichtigt werden dabei aber nur Gegenstände mit einem Wert von über 10.000 Yen (rund 85 Euro).

Darf ich Fleisch und Gemüse mitnehmen?

Nein! Fleisch darfst du nicht mitnehmen, und frische pflanzliche Produkte, wie zum Beispiel Gemüse – müssen am Flughafen deklariert und untersucht werden. Fisch kannst du in den meisten Fällen problemlos einführen. Auch getrockneter Tee darf nach Japan mitgenommen werden. 

Nicht erlaubte Waren

  • Waffen und Munition
  • Drogen und Aufputschmitteln
  • ge- oder verfälschte Zahlungsmittel
  • Gegenstände, die die öffentliche Sicherheit oder Moral verletzten (Pornographie)
  • Gegenständen, die Rechte des geistigen Eigentums (Patente, Markenzeichen, Copyrights etc.) verletzen
  • bestimmte Produkte tierischen Ursprungs

Medikamente

Rezeptfreie Medikamente

Für Mengen, die für einen Zeitraum von bis zu 2 Monaten ausreichen, ist keine ‘Yakkan Shoumei’ (Importbescheinigung für Medikamente) notwendig. Für Mengen, über diesen Zeitraum hinausgehen, brauchst du eine Yakkan Shoumei.

Nicht rezeptpflichtige Medikamente sind unter anderem:

  • Ibuprofen
  • Paracetamol
  • Vitamin-Tabletten 
  • Herausnehmbare Kontaktlinsen

Rezeptpflichtige Medikamente

  • Tramadol
  • Antibabypille
  • Fertigspritzen 
  • Inhaliergeräte

Psychopharmaka

Die erlaubte Freimenge hängt vom Medikament ab!

Visum/Einreisegenehmigung

Für deutsche Staatsbürger

Deutsche Staatsangehörige benötigen für Aufenthalte von bis zu insgesamt 180 Tagen zum Zwecke des Tourismus oder für Geschäftsreisen kein Visum. In diesem Fall darfst du nicht in Japan arbeiten oder studieren.

Bei der Einreise wird am Flughafen eine Aufenthaltserlaubnis („Landing Permission“) für „Temporary Visitor“ für 90 Tage erteilt. Die Verlängerung um weitere 90 Tage kann bei dem für den Aufenthaltsort zuständigen Einwohnermeldeamt beantragt werden. Auch die zuständige Einwanderungsbehörde (Immigration Office) kann die Aufenthaltserlaubnis verlängern.

Aufenthalte, die über 180 Tage hinausgehen

Deutsche, die in Japan einer Erwerbstätigkeit, einem Studium oder einer Berufsausbildung nachgehen oder sich aus anderen Gründen länger als 180 Tage in Japan aufhalten wollen, brauchen ein Visum. Das kann bei der zuständigen japanischen Auslandsvertretung (japanischen Botschaft) beantragt werden.

Work & Holiday in Japan

Junge Deutsche haben die Möglichkeit, ein Work & Holiday-Visum zu beantragen. Damit können sie bis zu einem Jahr in Japan bleiben und dürfen auch im Land arbeiten.  Dieses Visum muss ebenfalls frühzeitig bei der zuständigen japanischen Auslandsvertretung beantragt werden. 

Für Österreichische und Schweizer Staatsbürger

Für Österreicher und Schweizer gelten beim Touristenvisum die gleichen Vorgaben wie für deutsche Staatsbürger. Die Aufenthaltserlaubnis wird kostenfrei bei der Einreise erteilt und gilt für 90 Tage.

Zurück nach Hause – was gibt es zu beachten?

Bei der Ausreise aus Japan musst du einfach nur dem Grenzbeamten deinem Pass präsentieren. Du bekommst einen Ausreise-Stempel und kannst schon zum Gate weitergehen. 

Verzollung in Deutschland

Hast du in Japan sehr viel eingekauft, dann müssen diese Waren bei der Ankunft zu Hause verzollt werden, wenn…

  • der Gesamtbetrag deiner Einkäufe den Wert von 430 Euro übersteigt (in Deutschland & Österreich)
  • der Gesamtbetrag deiner Einkäufe den Wert von 300 CHF übersteigt (Schweiz)

Dazu müssen die eingekauften Waren selbst sowie die Kassenbelege, die Erstattungsbelege und der Pass einem Zollbeamten präsentiert werden. Deshalb solltest du sie idealerweise im Handgepäck mitführen.

Tax-Free Shopping

Tipp: In Japan gibt es ein „Tax-Free Shopping“-System, dank dem du in manchen Läden die Mehrwertsteuer zurückfordern kannst! Voraussetzungen sind unter anderem, dass du weniger als 6 Monate in Japan bleibst, und dass die Einkäufe einen Wert von mindestens 5000 Yen haben. In einigen Läden musst du die Mehrwertsteuer gar nicht erst zahlen. In anderen kannst du sie direkt nach dem Einkauf zurückfordern!

Ausfuhrbestimmungen

Wenn du mehr als 1 Million Yen aus Japan ausführen möchtest, musst du dies bei der Ausreise deklarieren. 

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Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

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