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Das Chefkoch Foodcamp 2017 Wir wurden eingeladen

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Copyright: RyuKoch

Die größte deutsche Rezepte Seite Chefkoch.de hat am 7. Oktober das zum 5. mal stattfindende Foodcamp mit dem diesjährigen Motto "Back To The Roots" veranstaltet, zu dem Ryu und Ich aus heiterem Himmel eingeladen wurden. Mit der schönen Eventlocation der Confiserie Coppeneur in Bad Honnef war der Ort schon einmal perfekt gewählt worden. Doch was das Foodcamp ist, wie unser Eindruck war und was wir mitnehmen konnten, stellen wir dir in diesem Beitrag vor.

Das Foodcamp - Food in Massen, Zelte nicht vorhanden

sündhafte Schokokugeln
sündhafte Schokokugeln zum Frühstück

Ryusei und Ich haben vom Foodcamp vorher noch nichts gehört. Erst nachdem wir von Chefkoch kontaktiert wurden, recherchierten wir über dieses Event und entschieden uns für eine Zusage. Für das Foodcamp wurde ein begrenztes Kontingent von Karten an Foodblogger, Foodies, und Interessenten vergeben. Insgesamt waren ca. 150 eingeladene Gäste vor Ort, die rund um die Uhr betreut wurden.

Das 8-stündige Programm war gefüllt mit interessanten Vorträgen, lehrreiche Kochsessions mit namen-haften Spitzenköchen sowie entspannende Vorstellungen sündhafter Produkte verschiedener Getränke- und Foodhersteller. Dabei stellte sich die Eventlocation der Schokoladenmanufaktur als ideal heraus, auch wenn sie für uns anfangs wie ein Labyrinth vorkam. Die Veranstaltungen fanden in separaten Räumen und Küchen statt, die man zu Beginn erst einmal finden musste. Glücklicherweise halfen uns die zahlreichen kleinen Stände ausstellender Food-Unternehmen, die richtigen Räume zu finden. Natürlich erst nachdem wir unser Frühstück mit frisch gebackenen Apfel-Flammkuchen, Kaffee und einem Haufen Schokoladenkugeln gestaltet haben. Start des Events war nämlich um 10 Uhr und wir mussten ca 1,5 Stunden fahren.

Auch zum Mittagessen gab es ein leckeres Essen aus einem Foodtruck, der australische Spezialitäten anbot. Jedenfalls war das Motto Taste of Australien und es gab zum Beispiel Känguru Pies mit Salat. Für ein Foto hat es nicht gereicht, denn ich habe mein schmackhaftes Essen direkt eingesaugt. Mein persönliches Highlight war zudem, dass jeder Teilnehmer einen Gutschein für die Schokoladenmanufaktur bekommen hat. In der Pause konnte man mit diesem Gutschein seine eigene Schokolade im Haus mit vielen Toppings kreieren. Sehr schön, falls du mal auf der A3 an Bonn vorbei fhrst, halte auch mal in der Schokoladenmanufraktur. Sie befindet sich direkt an der Autobahnausfahrt. Kommen wir nun aber zum Inhaltlichen.

Die Vorträge

Das Event bot neben Vorträgen auch Foodtaste und Kochsessions an. Ryu und Ich haben uns mehrere Vorträge angehört.

Keynote zum Thema Think Global - Eat local - Valentin Thurn

Der erste Vortrag, bei dem alle Personen des Foodcamps anwesend waren, wurde von Herrn Thurn gehalten, der unter anderem durch die emotionalen Filme Taste the Waste und 10 Millionen: Wie werden wir alle satt? bekannt ist. Da unter den Anwesenden hauptsächlich Menschen aus der Food-Branche vertreten waren, bot dieser Vortrag einen sehr guten Einstieg in das Foodcamp, der sowohl emotional war, als auch zum nachdenken anregte.

Key Learnings

Unbedingt die beiden Filme Taste the Waste und 10 Millionen:Wie werden wir alle satt anschauen.
Achte auf den nachhaltigen Verbrauch deiner Nahrungsmittel, fördere lokale Hersteller und sei offen gegenüber Neuem.

From Zero to Hero: Wie man bei Pinterest richtig durchstartet! - Christina Reichmann, Chefkoch.de

In diesem Vortrag waren sowohl Ryusei als auch Ich anwesend, da uns dieses Thema mit am meisten interessierte. Hier hat die Social Media Redakteurin von Chefkoch.de die Plattform Pinterest vorgestellt und wie man Pinterest als Foodblogger anwendet. In diesem Vortrag konnten Ryu und Ich leider kaum etwas Neues lernen, denn was Frau Reichmann erzählte, wenden wir bereits an. Für manche Zuhörer war der Inhalt dennoch interessant und informativ. Leider hat Frau Reichmann nichts über die genauen Zahlen, die Chefkoch über Pinterest bezieht, genannt. Wir stehen eben auf Zahlen und Fakten, haha. Trotz vieler Informationen hatten wir das Gefühl, dass den Zuhörern keine genaue Herangehensweisen genannt wurden, beispielsweise wurden keine Tools und Programme erwähnt, die die Pflege von Pinterest um ein Vielfaches erleichtern.

Key Learnings

Poste und Pinne nach Möglichkeit täglich
Stelle lange Pins ein
Benutze Keywörter für deine Pins
Optimiere alte Pins

Mein Praktikum im SoSein - Uwe Spitzmüller, Highfoodality

In diesem Vortrag hat Herr Spitzmüller mit schönem Storytelling über ein eigentlich langweilig klingendes Thema geredet. Er hat in einem Restaurant in der Nähe von Nürnberg ein Praktikum absolviert, da er etwas Neues in seinem Leben ausprobieren wollte. Hier hat er uns das Restaurant SoSein vorgestellt und seine kurze aber lehrreiche Praktikumszeit anschaulich beschrieben. Mit schönen Food-Fotos und mit einer nachhaltigen Geschäftsidee des SoSeins hat der Vortrag auf jeden Fall unser Interesse geweckt und das Bedürfnis geweckt, einmal das Sosein zu besuchen.

Key Learnings

Besuche das Sosein. Für eine traditionelle deutsche und experimentelle Küche wird in diesem Restaurant ein wichtiger Abend perfekt.

Blogger Relations: Darauf kommt es an - Podiumsdiskussion mit Vertretern von Kitchen Aid, Spicebar, Siegfried Gin und Chefkoch.de

Hierbei wurde eine kleine Diskussionsrunde auf der Bühne abgehalten. Vertreten waren Unternehmenssprecher (Vorwiegend von Startups) und Blogger. Man diskutierte über das Influencer Marketing darüber wie wichtig eine gute und respektvolle Beziehung zwischen Bloggern und Unternehmen sein sollte.

Key Learnings

Interessante Diskussion über das Influencer Marketing
Sowohl Blogger als auch Unternehmen müssen sich auf einer Augenhöhe sehen. Blogger sind die heutigen Influencer und das müssen die Unternehmen (speziell die großen Unternehmen) akzeptieren
Trotzdem ist Influencer nicht gleich Influencer. Es gibt viele schwarze Schafe sowohl aus der Bloggerszene als auch in der Unternehmensszene
Nimm als Blogger nur das Angebot an, worauf du wirklich Lust hast

Die Tastings

Die Tastings handelten um die Verkostung von alkoholischen Getränken, die von ihren kleinen Herstellern vorgestellt wurden. Darunter waren zum Beispiel Vodka, Gin und Wein. Ryu und Ich haben nicht an den Tastings teilgenommen, denn wir haben unsere Prioritäten auf die Vorträge und Kochsessions gelegt. Trotzdem hätten wir gerne an den Tastings teilgenommen, denn die Themen und der Ansturm war enorm.

Die Kochsessions

Die Kochsessions waren für uns das besondere Highlight des Foodcamps. Insgesamt bot das Programm 7 Kochsessions, die vom Backen, über selbstgemachte Pasta und die japanische Küche bis hin zur edlen Karamellherstellung, die sogar vom Gründer der Confiserie Coppeneur Oliver Coppeneur geleitet wurde, gingen. Wir waren natürlich verstärkt an den japanischen Kochsessions als an Anderen interessiert, da wir unsere begrenzte Zeit auch den parallel laufenden Vorträgen, Diskussionen und Tastings widmen wollten. Von den 7 Kochsessions haben wir schlussendlich 2 besucht.

Leider gab es keine koreanische Kochsession, denn ich (Matthias) hätte gerne mal die koreanische Küche bei einem solchen Event gesehen. Ein Grund mehr, mich noch stärker für diese wunderbare Küche einzusetzen, damit sie besonders bei solchen Events auch einmal vertreten sein wird.

Kochsession 1 - Japanese Fine Dining

Bei dieser Kochsessions hat uns der Spitzenkoch Christian Sturm-Wilms (ausgezeichnet mit einem Michelinstar und Sternekoch vom Yunico) zwei seiner neuesten Kreationen der japanischen Küche gekocht und zur Verkostung zubereitet.

Was ich aus dieser Kochsesson mitnehmen konnte, war die Einsicht, dass ich solche fantastischen Luxus-Gerichte vermutlich niemals selbst zubereiten kann. Vielmehr habe ich mir den Besuch im Yunico auf meine Bucket List geschrieben. Ich möchte unbedingt die Künste des Sternekochs ausprobieren und all meine Geschmacksnerven aktivieren.

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Hier flambiert Christians talentierter Gehilfe kleine Mangowürfel, die zeitnah als höchst dekorative Elemente das Tunfischgerichtes vollenden.
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Scharf angebratenes Tunfisch Filet mit geröstetem Meeressalz und Mango Dressing
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Die Vorspeise Blauschwanzgarnele mit Yuzu Sorbet

Kochsession 2 - Die wunderbare Welt von Miso

Claudia Zaltenbach ist die Betreiberin des bekannten Foodblogs "Dinner um Acht" und leitete diese interessante Kochsession, die auf die fermentierte Sojabohnenpaste Miso spezialisiert war. Bei dieser Kochsession zauberte sie eine sehr schmackhafte Miso Suppe nach japanischem Vorbild und würzige Soba-Nudeln mit einem pikanten Miso Dressing.

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Claudia Zaltenbach und ihre Leidenschaft mit der fermentierten Sojabohnenpaste Miso

Claudia ist begeisterte Köchin und eingefleischter Fan der japanischen Sojabohnenpaste Miso. In ihrem neuen Buch Miso: Rezepte - Kultur - Menschen führt sie dich in eine neue Welt der Miso ein. So hast Du und Wir Miso noch nicht kennengelernt.

Fazit

So früh wir in Bad Honnef angekommen sind, so schnell war das Event auch schon zu Ende. Während der 8 Stunden, die wir wie 2 Stunden empfunden hatten, trafen wir viele neue Menschen und Blogger mit ähnlichen Interessen, aßen viele Köstlichkeiten, hörten spannende Vorträge und konnten zum Schluss sogar ein kleines Geschenk, ein Goodie-Bag, gefüllt mit Produkten der Aussteller und Unternehmen, die ihre Produkte ausgestellt hatten.

Unser ehrliches Fazit vom Foodcamp 2017
  • Das geplante Programm bot jedem Teilnehmer interessante Themen, Vorträge, Kochsessions und Tastings
  • Die Vorträge mit den Schwerpunkten Pinterest Marketing und Blogger Relations gaben uns keine neuen Informationen. Die Inhalte waren informativ und für manchen Blogger sicherlich neu, aber geheime Tipps und die neusten Informationen waren uns bereit bekannt.
  • Vielmehr waren die Vorträge über die Praktikantenanstellung im SoSein und der Einführungsvortrag Think Global - Eat local sehr interessant, emotional und angenehm anzuhören. Die Speaker waren von ihrem Thema sehr überzeugt und haben ihre Botschaft imposant und motivierend in die Zuschauerreihen getragen.
  • Der Tag war sehr strukturiert und wir hatten nur Leerlauf, als wir uns selber eine Pause gesetzt haben. Wir wurden mit Essen und Drinks versorgt und hatten eine jede Menge Spaß, haben neues Gelernt und wir haben unseren Blog RyuKoch ein kleines bisschen öffentlicher gemacht.
  • Wir möchten nächstes Jahr gerne wieder kommen, vielleciht sogar als Speaker über SEO im Foodblog Bereich, hihi
Kategorie: Japan

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Kategorie: Korea

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Kategorie: Die X

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Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

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Kommentare

  • Date: 2017-10-28 13:38:32
    Name: Koch

    Kommentar:

    Ein schöner Beitrag, super, dass Ihr und Euer Blog schon so weit gekommen ist.
    Lieben Gruuß
    Sabine

    • Name: RyuKoch (Matthias & Ryusei)

      Kommentar:

      Hallo Sabine, vielen Dank :) Ja wie sind sehr motiviert, den Blog noch viel größer zu machen. LG Matthias