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Japanische Teesorten Alles was Du wissen musst

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Aktualisiert: 20.01.2020

Inhaltsverzeichnis:

    Tee ist das Getränk, das in Japan mit Abstand am öftesten getrunken wird. Er spielt in der japanischen Speisekultur eine ausgesprochen große Rolle. Es gibt ihn in sämtlichen Supermärkten, Kiosks und Restaurants, aus Softdrink-Automaten, in Dosen und Flaschen und den verschiedensten Geschmacksrichtungen. Der Tee wird heiß und kalt konsumiert, zu Desserts und auch in pikanten Speisen verarbeitet. Wenn es in Japan um „Tee“ geht, dann ist damit übrigens meist grüner Tee gemeint - andere Teesorten werden üblicherweise näher definiert. Auch bei japanischen Teezeremonien wird grüner Tee ausgeschenkt.

    Wo bekommst du Tee in Japan?

    Du kannst ihn fast überall kaufen oder bestellen. Er wird aber auch häufig kostenfrei in Restaurants angeboten, in Tempeln oder japanischen Gärten serviert. Oft gibt es zum Abschluss eines Essens eine Tasse grünen Tee. Im Sommer bekommst du in erster Linie gekühlten Tee, und in den Wintermonaten wird das Getränk fast überall heiß angeboten. Traditionellerweise wird Tee in Japan übrigens nicht gezuckert!

    Welche Tees gibt es?

    In Japan gibt es unglaublich viele verschiedenen Teesorten. Die meisten davon sind – wie erwähnt – grüne Tees. Es gibt aber auch Tee, der aus den Blüten oder Blättern anderer Pflanzen hergestellt wird, und sogar Teesorten, die auf Basis verschiedenen Getreidesorten oder Algen gebrüht werden!

    Wo in Japan wird Tee angebaut?

    Praktisch überall! Die besten Anbaugebiete befinden sich in Shizuoka, Kyoto, Kagoshima, Miyazaki, Fukuoka, Mie und Kumamoto. Je nach Region gibt es unterschiedliche Teesorten, die besonders gut gedeihen. 

    Was ist der Unterschied zwischen grünem und schwarzem Tee?

    Beide Tees stammen vom selben Strauch: Dem Camellia Sinensis. Der Unterschied liegt in der Verarbeitung: Grüner Tee wird nach der Ernte zeitnah verarbeitet. Die Blätter für schwarzen Tee werden erst fermentiert, bevor sie weiterverarbeitet werden. Deshalb hat grüner Tee auch eine viel hellere Farbe als Schwarztee.

    Wie gesund ist grüner Tee?

    Kurz und eindeutig ausgedrückt: Sehr gesund! Es gibt unzählige Studien, die die gesundheitlichen Vorteile von grünem Tee belegen. Er hat sehr viele Antioxidantien, die das Immunsystem stärken, einen Anti-Aging-Effekt haben und die Zellen schützen. Grüner Tee kann auch das Diabetes- und Krebsrisiko reduzieren, wirkt stresslindernd und regt den Stoffwechsel, die Verdauung und Fettverbrennung an. 

    Wie ist die japanische Teekultur entstanden?

    Tee wurde ca 700 nach Christus von China nach Japan gebracht. Für lange Zeit galt er als Luxusprodukt, das in erster Linie von Priestern und Edelmännern konsumiert wurde – unter anderem auch aus gesundheitlichen Gründen. Zwischen 1300 und 1600 wurde Tee deutlich massentauglicher. Mitglieder der betuchteren Gesellschaft begannen, edles Teegeschirr zu sammeln. Es gab Teeparties, bei denen die Gäste versuchten, zu erraten, welchen Tee sie gerade tranken und woher dieser stammt. Die Parties wurden mit der Zeit intimer und exklusiver, und es wurde immer mehr Wert auf die Etikette der Gäste gelegt. Diese Tee-Treffen waren übrigens die Vorläufer der Teezeremonie! 

    Und heute?

    Mittlerweile ist grüner Tee ein absolutes Standardgetränk in Japan – und ein elementarer Teil der japanischen Kultur. Er gehört zu fast jedem Essen, steht für den gesunden japanischen Lebensstil und ist auch ein Zeichen von Gastfreundschaft. Ob heiß oder kalt, aus dem Softdrinkautomaten oder selbst gebrüht: Grüner Tee gehört zum japanischen Speiseplan wie Reis und Fisch! 

    Japanische Teezeremonie – was ist das eigentlich?

    Japanische Teezeremonien gibt es schon seit dem 14. Jahrhundert. Bis heute stellen sie einen wichtigen Teil der japanischen Kultur dar. Sie werden auf Japanisch „Chanoyu“, „Sado“ oder „Ocha“ genannt. Eine japanische Teezeremonie ist ein choreografiertes Ritual, bei dem Matcha-Tee (pulverisierter Grüntee), gemeinsam mit traditionellen japanischen Süßigkeiten zubereitet und serviert wird. Der Prozess der Zubereitung und des Servierens des Tees wird dabei als Kunst und spirituelle Disziplin gesehen. Spezielles Augenmerk liegt nicht nur auf der Zubereitung des Tees, sondern auf der gesamten Ästhetik, auf der Raumdekoration, den Blumenarrangements und dem feinen Teegeschirr. Das Ziel der Teezeremonie ist es, eine entspannte Atmosphäre zwischen Gastgeber und Gast zu schaffen. Der Gastgeber tut dabei sein Möglichstes, um den Gästen ein positives, angenehmes Erlebnis zu bieten.  

    Wo bekommst du japanischen Tee in Deutschland?

    Bei Online-Shops

    Teaworld 

    Dieser Online-Shop hat eine sehr große Teeauswahl und auch eine genaue Beschreibung der einzelnen Teesorten. Neben Matcha, Sencha und Co gibt es auch verschiedenes Teezubehör, z. B. Teekannen.

    Paperandtea

    Hier gibt es verschiedenste Teesorten. Damit die Auswahl leichter fällt, gibt es bei jedem Tee eine Geschmacksbeschreibung dazu. 

    Tee-Kaffee-Shop

    Angeboten wird eine große Auswahl an Tees. Viele davon werden mit Fruchtstückchen ergänzt.

    Tee Gschwendner

    Kassisch-japanische Grün- und Reistees gibt es hier. Zusätzlicher Bonus: Du kannst auch gezielt nach Bio-Tees suchen!

    In Teestuben und Teehäusern

    Mamecha, Berlin

    Das Mamecha in Berlin-Mitte ist ein japanisches Cafe, in dem es verschiedene Teesorten sowie japanische Süßigkeiten zu trinken und natürlich auch zu kaufen gibt. 

    Mulackstraße 33, 10119 Berlin

    Teehaus KanShoAn, München

    In diesem Teehaus fühlst du dich garantiert wie in Japan. Es werden regelmäßig japanische Teezeremonien abgehalten. 

    Englischer Garten, München

    Letcha, München

    Hier gibt es verschiedenste Tees in bester Qualität. Besonders empfehlenswert sind die Matcha-Getränke.

    Herzogstrasse 1a, 80802 München

    Phoenix Tee, Frankfurt

    Dieses Teehaus hat sich auf Tees spezialisiert, die in Deutschland sonst nicht erhältlich sind. Zusätzlich gibt es auch verschiedene Tee-Utensilien für Tee-Zeremonien.

    Friedberger Landstrasse 82, 60316 Frankfurt am Main

    Welche japanischen Teesorten gibt es?

    Ryokucha

    Das ist das japanische Wort für grünen Tee. Die meisten japanischen Tees sind eine Variation von grünem Tee. Eines der beliebtesten Getränke in Japan ist übrigens eisgekühlter Grüntee.

    Japanisches Teeservice
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    Elegantes Teeset im japanischen Stil, hergestellt in Japan

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    Gyokuro

    Dieser Tee hat den Spitznamen "Jadetau" und gilt als einer der teuersten Tees in Japan. Die Gyokuro-Blätter sind tiefgrün, und der gebrühte Tee schmeckt leicht süßlich.

    Jadetau Grüner Tee
    Jadetau Grüner Tee

    Gyokuro, der berühmte Jadetau-Tee, wird zu Recht als Japans edelster Grüntee bezeichnet.

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    Matcha

    Der bekannte japanische Tee wird in Pulverform verkauft. Dabei handelt es sich um hochwertige, fein gemahlene Grünteeblätter. Matcha taucht nicht nur in Tees, sondern auch in verschiedenen anderen Getränken, Desserts und sogar auf Salaten und in Nudeln auf.

    Matcha-Pulver
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    Matcha-Set 3-teilig
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    Matcha-Set, bestehend aus Matcha-Schale (Chawan),handgefertigtem Matcha-Bambuslöffel (Chashaku) und handgefertigtem Matcha-Besen (Chasen)

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    Sencha

    Das ist die bekannteste Teesorte Japans. Sencha wird als loser Tee verkauft. Er ist dunkler als Matcha und hat einen intensiven Geschmack.

    Loser Sencha-Tee
    Loser Sencha-Tee

    Sencha-Grüntee mit einer feinen Süße und einem ausgeprägten Umami

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    Kabuse-Cha

    Das ist eine Unterart des Sencha-Tees. Die Teeblätter werden aber ab ca 2 Wochen vor der Ernte beschattet. Das resultiert im Vergleich zum normalen Sencha in einem milderen Geschmack und einer helleren Farbe.

    Bancha

    Dies ist nach Sencha die am zweithäufigsten getrunkene Teesorte Japans. Übersetzt heißt er "gewöhnlicher" (ban) "Tee" (cha), weißt aber viele Mineralstoffe und Spurenelemente auf.

    Bancha-Grüntee Aromatisch-Mild
    Bancha-Grüntee Aromatisch-Mild

    Dieser Bancha zeichnet sich durch seinen floralen Duft mit kräftigem Unterton aus. Der florale Duft tritt mit jedem Aufguss mehr und mehr in den ...

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    Kukicha

    Dieser Tee wird aus den Zweigen und Stämmen der Teepflanze hergestellt, allerdings nur aus solchen, die schon mindestens drei Jahre auf der Teepflanze wuchsen. Er hat deshalb kaum Koffein.

    Japanischer loser Grüntee
    Japanischer loser Grüntee

    Der milde Nachgeschmack ohne jegliche bittere Noten macht Kukicha zu einem unangefochtenen Lieblingstee unter Teekennern.

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    Houjicha

    Dieser Tee wird aus den gerösteten Ästen und Blättern jener Teepflanzen hergestellt, die später in der Saison geerntet werden. Durch die Röstung werden dem Tee die belebenden Wirkstoffe entzogen.

     eröstet Houjicha-Tee
    eröstet Houjicha-Tee

    Ein idealer Tee für den Nachmittag und den Abend. Geschmack: voll, nussig, mild, wenig stringent im Abgang.

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    Genmaicha

    Bei diesem Tee wird der Grüntee mit geröstetem Reis vermischt. Das nussige Röstaroma des Reises reduziert die Bitterkeit des grünen Tees.

     Japanischer Grüner Tee mit Reis
    Japanischer Grüner Tee mit Reis

    Genmaicha Tee hat durch den gerösteten Reis einen leicht süßlichen Geschmack mit nussigen, malzigen Aromen

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    Gabalong

    Dieser Tee hat besonders viel Gamma-Aminosäure. Er schmeckt frisch und leicht süßlich. Gabalong-Tee kommt hauptsächlich aus der Region Shizuoka in der Nähe von Osaka.

    Oolong-Tee
    Oolong-Tee

    Gaba Tee enthält besonders viele Inhaltsstoffe, die entspannend wirken.

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    Mugicha

    Dieser Tee wird aus gerösteter Gerste hergestellt. Er hat kein Koffein und ist auch nicht bitter. Er ist im kalten Zustand sehr beliebt im japanischen Sommer.

    Gerstentee
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    Grüner Tee mit Gerste

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    Sobacha

    Dieser Tee wird aus geröstetem Buchweizen hergestellt. Er wird heiß und kalt getrunken und schmeckt leicht erdig. Sobacha ist ausgesprochen gesund und hat viele Antioxidantien.

    Buchweizen-Tee
    Buchweizen-Tee

    Sobacha aus Osawa, Hokkaido

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    Kombucha

    Das ist ganz etwas anderes als westlicher Kombucha! Japanischer Kombucha wird auf Algenbasis hergestellt und schmeckt voll und salzig. Er kann für Extra-Geschmack mit der Umepflaume kombiniert werden.

    Sanpincha

    Dieser Jasmintee kommt aus Okinawa. Er wird in Japan auch als "chinesischer Tee" bezeichnet und riecht sehr gut. Er wird gekühlt und ungesüßt in Dosen und Flaschen verkauft.

    Yamecha

    Dieser Tee kommt aus Fukoka und ist für seine ausgezeichnete Qualität bekannt. Er schmeckt leicht süßlich und sehr mild. Du bekommst ihn in Spezialläden für Tee.

    Gobocha

    Gobocha wird aus den gerösteten Wurzeln der Klette hergestellt. Gobo - die Klettenwurzel - wird gerne in der japanischen Küche verwendet. Der Tee schmeckt erdig und ähnlich wie Pilzbrühe.

    Tamaryokucha

    Dieser "Edelsteintee" schmeckt sehr aromatisch. Er hat weniger Gerb- und Bitterstoffe als Sencha, und ist vor allem für die Form der einzelnen Blätter bekannt.

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