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Sake japanischer Reiswein

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Aktualisiert: 2019-07-24 19:12:04

Sake ist – neben grünem Tee – das wohl bekannteste japanische Getränk! Sake ist ein Alkohol, der aus fermentiertem Reis hergestellt wird. Achtung übrigens: Der Begriff „Sake“ wird in Japan manchmal auch für alkoholische Getränke im Allgemeinen verwendet. Und auch Lachs kann als „Sake“ bezeichnet werden! Wenn du sichergehen willst, dass Japaner verstehen, dass du von Reiswein sprichst, solltest du das Wort „Nihonshu“ verwenden. Sake wird in Japan sehr gerne getrunken und auch in verschiedensten Restaurants und Bars serviert. Mittlerweile ist der Sake-Trend aber auch schon in die westliche Welt vorgedrungen. Das japanische Getränk kommt nun in einigen Haubenlokalen auf den Tisch. 

Wie wird Sake hergestellt?

Der Reiswein braucht nur wenige Zutaten: Reis, sauberes Wasser, Koji-Pilze und Hefe. Diese Zutaten werden fermentiert und vor der Fertigstellung meist auch noch einmal gefiltert. Sake ist üblicherweise klar oder leicht gelblich und hat zwischen 15 und 17 Volumenprozent Alkohol. Bei manchen Sake-Variationen wird nach dem Brauprozess zusätzlich noch neutraler Alkohol hinzugefügt. Früher wurde Sake übrigens meist im Winter produziert. Mittlerweile sind Sake-Brauereien aber häufig ganzjährig in Betrieb. Der beste Sake kommt übrigens aus den japanischen Regionen Niigata, Kobe und Kyoto. Insgesamt gibt es zwischen 1500 und 2000 Sake-Brauereien in Japan.

Reis: Erst polieren, dann brauen

Der Reis wird vor der Fermentierung poliert, denn die äußeren Schichten des Kornes geben einen unangenehmen Geschmack ab. Auf der Sake-Flasche ist meist angegeben, wie stark die einzelnen Reiskörner poliert wurden. 60%iger Sake bedeutet, dass 40% des Reiskorns wegpoliert wurden. Je gründlicher die Polierung, desto teurer ist der fertige Sake. 

Wie schmeckt Sake?

Das japanische Getränk schmeckt mild und fruchtig. Es gibt Sake in verschiedensten Geschmacksrichtungen, mit unterschiedlichen Aromen und in verschiedenen Süßegraden. Die Süße des Sake wird übrigens mit Nummern angegeben, die von -15 (extrem süß) bis +15 (sehr trocken) reichen. Ihr könnt übrigens auch prickelnden Sake kaufen – der wurde in Flaschen abgefüllt, bevor der Fermentierungsprozess beendet war. 

Verschiedene Sake-Varianten

Es gibt Sake in unzähligen verschiedenen Versionen und Geschmacksrichtungen. Je polierter der Reis ist, der verwendet wurde, desto reiner, leichter und delikater schmeckt der fertige Sake. 

Daiginjo

Das ist das absolute Premium unter der Sake-Auswahl. Hier kommen nur sehr stark polierte Reiskörner zum Einsatz. Der Sake wird langsam und bei niedrigen Temperaturen gebraut. Das Ergebnis ist ein komplexes Getränk mit vielen Geschmacksnuancen. 

Ginjo

Auch dieser Sake zählt eher zum Premium-Sektor. Dabei müssen mindestens 40% des Reiskornes weggeschliffen werden. Ginjo wird sehr langsam und bei niedrigen Temperaturen gebraut. Das resultiert in einem aromatischen Sake mit fruchtigen Geschmacksnuancen. 

Junmai

Dabei handelt es sich um reinen Sake, der nicht mit neutralem Alkohol ergänzt wurde. 

Honjozo

Dieser verhältnismäßig günstige Sake schmeckt sehr ausgewogen und elegant – allerdings eher herb als fruchtig.

O-Kann

Das ist warmer Sake, der gerne im Winter zum Essen getrunken wird. 

Wann trinkst du Sake am besten?

Sake passt natürlich perfekt zu japanischem Essen, kann aber auch gut alleine getrunken werden. Er wird meist gekühlt oder bei Raumtemperatur angeboten. Simplere, günstigere Sake-Varianten werden besonders im Winter auch gerne heiß getrunken. Sake wird in kleinen Shotgläsern serviert. Daiginjo- und Ginjo-Sake werden meist gekühlt ausgeschenkt, während Junmai- und Honjozo-Gebräue eher bei Raumtemperatur auf den Tisch kommen. 

Wo wird Sake noch verwendet?

Es gibt sehr viele japanische Rezepte, in denen Sake eine Würzzutat ist. Dazu zählen unter anderem Saucen, aber auch vollständige Gerichte, wie Oyakodon.

Oyakodon japanisches Hähnchen Ei Bowl
Oyakodon japanisches Hähnchen Ei Bowl

Das japanische Wohlfühlessen ist im Handumdrehen zubereitet - ohne ausgefallene Zutaten oder komplizierte Zubereitungsschritte

Sake wird übrigens auch im Süden Chinas getrunken. Andere asiatische Länder brauen den Reiswein mittlerweile ebenfalls selber. Sogar in den USA wird Sake produziert!  

Was kostet Sake?

Den japanischen Reiswein gibt es in den unterschiedlichsten Qualitätsstufen – und somit auch in den verschiedensten Preisklassen. Das geht von unter 10 Euro pro Flasche bis hoch zu mehreren hundert Euro und mehr für wirklich hochwertigen Sake.

Wie gesund oder ungesund ist Sake?

Der japanische Reiswein hat einerseits zwar keinen niedrigen Alkoholgehalt und sollte deshalb in Maßen genossen werden. Andererseits ist er aber nicht ungesund. Sake hat zum Beispiel einen viel niedrigeren Säuregehalt als Rot- oder Weißwein. Er hat auch kaum Histamine, auf die viele Menschen allergisch reagieren. Außerdem hat Sake keine künstlichen Konservierungsstoffe.

Ist Sake eher Bier oder Wein? 

Eigentlich ist das japanische Getränk keines von beidem! Es wird zwar gebraut wie ein Bier, aber serviert wie ein Wein. Außerdem hat Sake deutlich mehr Alkoholgehalt als Bier und auch mehr Volumenprozent als Wein. 

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