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Mochi Die süßen kleinen Reiskuchen

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Aktualisiert: 22.09.2019
Mochi schlagen mit Usu und Kine - Quelle: Wikipedia Chris 73 cc-by-sa 3.0
Mochi schlagen mit Usu und Kine - Quelle: Wikipedia Chris 73 cc-by-sa 3.0

Mochi ist japanischer Reiskuchen, der aus gekochtem Mochi-Gome, eine süßliche Reissorte hergestellt wird. Traditionell wird der Mochi-Gome Klebreis während stundenlangen Vorgängen durch schlagen mit riesigen Holzhammern und viel Fingerspitzengefühl zu dem typischen weichen und elastischen Reisteig umgewandelt. Dabei spielt die Qualität des Klebreis sowie die Dauer und Technik des Reiskopfens eine wichtige Rolle. Der fertige Teig wird anschließend zu kleinen Bällchen oder anderen Formen geformt und mit je nach Mochi-Variante mit Füllungen und Toppings verfeinert. Besonders beliebt sind die Daifuku Mochi, wobei der Teig mit Zucker versetzt ist und die Füllung aus süßer roter Bohnenpaste besteht. 

Aber keine Panik, du musst nicht stundenlang Reis klopfen, sondern du kannst ganz bequem fertig abgepacktes Klebreis Mehl nehmen und es mit Wasser, Zucker und Salz zu Reiskuchen weiter verarbeiten.

Wie schmeckt Mochi?

Reiskuchen hat einen eher neutralen Geschmack. Vielmehr bilden die Saucen oder anderen Zutaten besondere Geschmäcker aus. Mochi ist von Natur aus wegen des Klebreismehls etwas süß, was sehr viele süße Leckerein entstanden ließ. Der naturelle Mochi ist sowohl geschmacklich, als auch von der Konsistenz her, vergleichbar mit einem ungebackenen Plätzchenteig. 

Wo werden Mochi und Reiskuchen traditionell serviert?

Mochi werden in Japan traditionell zu besonderen Anlässen serviert, wobei die Familienmitglieder meist eigene Reiskuchen zubereiten. Auch zu dem Neujahresfest, das nach dem Mondkalender ca. Ende Januar, Mitte Februar stattfindet, wid sehr viel Reiskuchen serviert. Die steigende Nachfrage und der kurzfristig steigende Verzehr sorgt auch regelmäßig für Schlagzeilen. Mehr dazu am Ende des Beitrages.

Traditionen um Mochi

Leider wird Mochi mittlerweile kaum noch händisch zubereitet. Doch mit etwas Glück siehst du bei Feiern oder Veranstaltungen, wie jemand den aufwendigen Zubereitungsprozess als Show-Act präsentiert. Häufig wird die Zubereitung der Mochi von Sumoringern durchgeführt, denn sie braucht viel Muskelschmalz! 

Dabei wird von einer Person mit einem Utensil, das an einen gigantischen Holzmörser erinnert und auf japanisch „Kine“ heißt, auf den Reis eingeschlagen. Ein zweiter Helfer bewegt die Reismasse in regelmäßigen Abständen weiter. Die Schläge müssen dabei in so kurzen Abständen erfolgen, dass ein Fehlschlag fatale Folgen haben und die zweite Person schwer verletzen kann. Viel sicherer ist aus diesem Grund die automatisierte Herstellung von Mochi mit Maschinen. 

Serviert wird Mochi übrigens traditionellerweise entweder frisch, im weichen Zustand, oder auch getrocknet. Auch geröstet mit Zucker, Sojasauce und Nori gibt es Mochi zu kaufen. 

Moderne Mochi

Die Beliebtheit von Mochi ist mit der Zeit nicht weniger geworden. Kinder und Erwachsene verspeisen das leckere Dessert nach wie vor sehr gerne. Mittlerweile gibt es aber unzählige Arten, wie Mochi serviert werden kann. Auch die Zutaten variieren. Durch die Globalisierung hat sich auch der japanische Geschmackssinn ein wenig an den westlichen angepasst. Und auch Milchprodukte werden heutzutage viel häufiger gegessen als noch vor wenigen Jahren. Das hat zu einem ganz neuen Mochi geführt: Nämlich einem, das mit Eis gefüllt ist! Das kommt aus der Tiefkühltruhe – dennoch ist aber der Mochi-Teig auch im gefrorenen Zustand lecker weich. 

Daifuku - Mochi mit Füllung in vielen Varianten

Wenn die kleinen Mochi-Reiskuchen nicht leer sind, sondern mit einer Füllung verfeinert werden, werden sie „Daifuku“ genannt. Es gibt verschiedenste Mochi-Füllungen – der Kreativität der Mochi-Hersteller sind keine Grenzen gesetzt! Besonders beliebt sind Mochi mit süßer roter Bohnenpaste (diese wird aus Adzukibohnen hergestellt). Auch Schokolade oder ganze Erdbeeren passen toll in Mochi. Zusätzlich kann auch der Reisteig verfeinert werden, zum Beispiel mit Erdbeeren oder auch mit Matchapulver. Häufig werden die fertigen Mochi zusätzlich noch in dunklem oder hellem Sesam gewälzt. 

Wo kaufe ich Mochi?

Mochi erhältst du in jedem ost-asiatischen Supermarkt in der Tiefkühlabteilung, oder die Daifuku Mochi in der Süßkram-Abteilung. Alternativ bietet dir Amazon unzählige Varianten von Daifuku Mochi zu supermarktgleichen Preisen an. Leider gibt es bisher kein normalen Reiskuchen, da dieser tiefgekühlt geliefert werden sollte.

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Diese Mochi sind nach der originalen Tradition zubereitet. Sie sind typisch weiß und sind mit roter Bohnenpaste befüllt. Neben den Grü...

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Mochi selbst herstellen

Du kannst deinen Mochiteig auch selber herstellen. Der Aufwand ist gar nicht mal groß, allerdings haben die gekauften Reiskuchen bei mir bisher immer besser geschmeckt. Dafür benötigst du am besten süßes Klebreismehl, Wasser, Zucker und etwas Salz.

Mochi, Dango & Daifuku – Was ist was?

Mochi ist gleich Mochi? Falsch! Es gibt auch andere Varianten des süßen Reisküchleins – und die haben ganz andere Bezeichnungen. 

Mochi wird aus Mochigome (also pulverisiertem Klebereis) hergestellt. Neben dem Reismehl kommen keine anderen Zutaten in den Mochiteig. Deshalb ist Mochi auch nicht süß und ist außerdem immer weiß und nicht bunt.

Dango wird aus Reismehl (Mochiko) hergestellt. Auch bei Dango kommt normalerweise kein Zucker in den Teig. Am besten lassen sich Mochi und Dango anhand der Servierweise unterscheiden. Dango wird nämlich häufig auf Spießchen mit drei oder vier Bällchen serviert und oft auch mit einer Sauce übergossen. Mochi wird einfach so serviert.

Daifuko ist der experimentelle Bruder von Mochi und Dango. Daifuko ist nämlich immer gefüllt. Die Füllvariationen reichen dabei von Erdbeeren über Bohnenpaste bis zu Eiscreme. Daifuku ist auch nicht immer weiß, sondern kann bunte Zusatzstoffe im Teig aufweisen. 

Mochi Eis Mochi Icecream (Koreanische Eissorte)

Mein Foodblog Kollege Matthias hat während seiner Reise nach Südkorea in das koreanische Mochi-Eis verliebt, das dem Daifuku nachempfunden ist. Hauptbestandteil bildet hier immer noch der Reiskuchen, allerdings gefroren und gefüllt mit einer Art Vanillie Creme Eis.

Die Mochi Toten

In Japan sterben jedes Jahr mehrere Personen beim Verzehr dieser süßen Versuchung. Ich kann dich beruhigen, der Grund ist keine Chemikalie oder sonstige Inhaltsstoffe, die Vergiftungen hervorrufen. Mochi basiert auf natürlichen Stoffen und kann daher bedenkenlos verzehrt werden. Doch besonders zur Neujahresfeier, zu der traditioneller Weise Reiskuchengerichte und Mochi in Massen serviert werden, steigt die Todeszahl zu diesen wenigen Tagen im Jahr stark an. Der Grund dafür liegt daran, dass Mochi eine weiche und klebrige Masse ist und sich in der Speiseröhre verankern kann. Das führt bei dem Mochi-Opfer zum Ersticken und anschließend zum Tod. Gefährdet sind vor allem sehr junge und ältere Personen, da diese nicht lang genug kauen und den Mochi teilweise im ganzen Stück herunterschlucken.

 

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Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

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