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Kaiten-Zushi Japanisches Sushi am Band

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Aktualisiert: 12.09.2019

Japanisches Sushi am Band: Kaiten-Zushi

Kaiten-Zushi ist die (originale) japanische Version von Running Sushi: Ein Fließband mit kleinen Sushi-Portionen läuft durch das Restaurant, und du kannst bei den vorbeifahrenden Bissen nach Lust und Laune zugreifen. Alle Speisen werden auf unterschiedlich gefärbten Tellern serviert. Die Farbe des Tellers steht für den Preis des Sushi, und beim Abrechnen am Ende werden ganz einfach die Teller gezählt. Ein Teller kostet zwischen 50 Cent und 5 Euro. Auf den Tellern befinden sich üblicherweise zwei Nigiri-Sushis, oder vier bis sechs Hoso-Maki. Gurkensushi ist dabei natürlich viel günstiger als zum Beispiel Tunfischsushi. Es gibt aber auch Tabehōdai – dabei handelt es sich um „All you can eat“. Du bezahlst zu Beginn einen bestimmten Betrag und kannst dann so viel essen, wie du möchtest.

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Viel Auswahl, viel Fisch, wenig Fleisch

Grundsätzlich gibt es nicht nur die Sushis, die sich gerade am Band befinden. Du kannst auch Sushi aus der Speisekarte bestellen. Das funktioniert entweder über ein Display, über ein Tablet oder einfach beim Kellner. Grünen Tee gibt es – wie in fast allen japanischen Restaurants – kostenlos zu trinken, und auch der eingelegten Ingwer, der viele Gerichte begleitet, ist gratis. Grundsätzlich gibt es viel Fisch und Muscheln und sehr wenig Fleisch und Gemüse – und natürlich keine Insekten oder ähnliches! Zu den teuersten Portionen zählen Fugu (Ein Kugelfisch, dessen Gedärme giftig sind. Für die Zubereitung von Fugu ist eine eigene Lizenz nötig, weil in der Vergangenheit viele Leute an giftigem Fugu gestorben sind), und Otoro (das ist der fettigste Teil des Tunfischs, der fast wie Butter schmeckt).

Gute, günstige Option für Familien

Kaiten-Zushi ist bei Familien sehr beliebt, denn es liegt preislich im Restaurantvergleich im Mittelfeld, die Qualität der Speisen ist aber sehr gut. Ich habe vor 12 Jahren in Japan mal in einem Kaiten-Zushi gegessen, in dem die Bezahlung vollautomatisch abgelaufen ist: Du wirfst deine leeren Teller in einen Automaten, der diesen verrechnet, aber auch ein Mini-Game abspielt, bei dem es kleine Preise zu gewinnen gibt. Das ist für Kinder natürlich besonders lustig! Für durchschnittliches Kaiten-Zushi-Essen musst du mit 10 bis 30 Euro pro Person rechnen. Ein Nachteil von Kaiten-Zushi-Lokalen ist, dass es im Restaurant üblicherweise sehr laut ist. Außerdem es gibt keine Bedienung, und die einzelnen Sitzplätze sind sehr nah aneinander angeordnet.

Gourmet-Kost bei Kaiten-Zushi

Ich habe aus Neugier einmal ein etwas besseres Kaiten-Zushi-Lokal in Tokio besucht. Zu Stoßzeiten kam es in diesem Lokal oft zu Wartezeiten von bis zu 90 Minuten! Das ist in Japan bei guten Restaurants aber nicht unüblich. Sogar in Düsseldorf musst du bei besonders guten Ramen-Restaurants, zum Beispiel Takumi und Naniwa, manchmal eine halbe Stunde bis zwei Stunden auf den nächsten freien Tisch warten. In dem Kaiten-Zushi in Tokio habe ich Lachs mit Zwiebelstreifen, Mayo und Frühlingszwiebeln und flambierten Lachs mit Ingwerpaste und Kavier bestellt – das klingt ebenso extravagant, wie es auch tatsächlich war! In diesem Restaurant wurden verschiedenste Zutaten auf exotische Art kombiniert – und das hat so viel besser geschmeckt als klassisches Sushi mit Reis! Ich habe insgesamt 6 Teller geschafft, und dazu noch ein Miso-Shiru. Das ist eine Miso-Suppe mit Asari (Muscheln). Die Teller haben hier zwischen 1 und 5,50 Euro gekostet – die meisten Portionen bewegten sich aber eher zwischen 3 und 5 Euro. Ich kann dieses Lokal auf jeden Fall wärmstens empfehlen!

Schon die normalen japanischen Kaiten-Zushi kannst du von der Speisenqualität her nicht mit denen in Deutschland vergleichen – und noch etwas mehr für ein wirklich gutes Kaiten-Zushi auszugeben, das lohnt sich definitiv! Bei einer Restaurantrechnung von rund 50 Euro pro Person hast du garantiert eine richtig gute Erfahrung.

Speisekarte mit vielen Gerichten aus der Kaiten-Zushi Bar
Speisekarte mit vielen Gerichten aus der Kaiten-Zushi Bar

Deutsches Running Sushi – leider nicht authentisch

Zwischen den deutschen und den japanischen Kaiten-Zushis liegen Welten! In den deutschen Running Sushis wird üblicherweise an allen Ecken gespart, und zum Einsatz kommen Fischpaste, viel Gurke, Karotten und andere Gemüsesorten, die eigentlich nichts im Sushi verloren haben. Lachs wird kaum verwendet, und wenn es Thunfisch gibt, dann ist das die magere Version (Akami). Viel besser schmecken Chutoro (der mittelfette Teil des Tunfischs) und Otoro (der fettigste und teuerste Teil). Diesen findest du in Deutschland kaum bis gar nicht, außer du besuchst ein richtiges, nobles Restaurant. Meiner Erfahrung nach werden die meisten Running Sushis in Deutschland außerdem nicht von Japanern, sondern von anderen Asiaten betrieben!

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Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

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