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Zusammenfassung
Akamutsu, auch bekannt als Nodoguro, ist ein in Japan hochgeschätzter Tiefseefisch aus dem Japanischen Meer, der für sein besonders fettreiches, zartes Fleisch oft als „white fish toro“ bezeichnet wird. Mit seiner charakteristischen roten Haut und dem dunklen Bereich um die Kiemen verbindet er die feine Textur von Weißfisch mit der angenehmen Fettigkeit, die man sonst von edlem Thunfischbauch kennt. Gefangen wird Akamutsu hauptsächlich in Tiefen von 100 bis 400 Metern in kühlen Gewässern, vor allem im Sommer und Herbst, wenn der Fettgehalt am höchsten und der Geschmack am besten ist. Trotz seiner Seltenheit und der überwiegend wild gefangenen Herkunft ist der Fisch eine beliebte Delikatesse in japanischen Spitzenrestaurants. Dank seiner einzigartigen Marmorierung und des reichen Geschmackserlebnisses gilt Akamutsu seit Jahrhunderten als Luxusfisch – perfekt für alle, die besondere Meeresfrüchte lieben.Akamutsu (ノドグロ/赤むつ), wissenschaftlich bekannt als Doederleinia berycoides, ist einer der begehrtesten Tiefseefische Japans und wird oft als „Toro der Weißfische“ bezeichnet, da sein Fleisch außergewöhnlich reichhaltig und fettig ist. Dieser hochwertige Fisch, auf Englisch Blackthroat Seaperch genannt, lebt in den Tiefen des Japanischen Meeres und wird seit Jahrhunderten in der japanischen Küche geschätzt, insbesondere in traditionellen Ryotei (Gourmetrestaurants) und Sushi-Lokalen.
Der japanische Name „Nodoguro“ (Schwarzkehle) stammt von der dunklen Färbung im Bereich der Kiemen, während „Akamutsu“ sich auf die rötliche Haut bezieht. Was diesen Fisch besonders macht, ist seine einzigartige Verbindung von der typischen Konsistenz eines Weißfischs mit dem reichhaltigen, fettigen Charakter, wie man ihn sonst nur von edlem Thunfischbauch kennt. Während meiner Zeit in Japan habe ich entdeckt, dass Akamutsu das perfekte Gleichgewicht zwischen zartem Weißfisch und dem üppigen Reichtum von Fettfischen darstellt – daher ist er unter anspruchsvollen Liebhabern von Meeresfrüchten so beliebt.
Was ist Akamutsu (Nodoguro)?
Akamutsu ist ein Tiefseefisch aus der Familie der Seaperches, der hauptsächlich im Japanischen Meer vorkommt. Er gilt als eine der luxuriösesten Weißfischarten Japans und wird oft als „Toro der Weißfische“ bezeichnet, weil sein Fleisch außergewöhnlich fettig ist und mit dem begehrten Thunfischbauch konkurriert. Der Fisch wird in der Regel 30-50 cm lang, Exemplare von über 60 cm wurden aber auch schon gesichtet.
Was Akamutsu von anderen Weißfischen unterscheidet, ist seine besondere Fettverteilung. Im Gegensatz zu typischen, mageren Weißfischen besitzt Akamutsu eine feine Fettmarmorierung im Fleisch, wodurch die Textur sowohl zart als auch reichhaltig wird. Optisch sticht der Fisch mit seiner leuchtend roten Haut und dem silbrig-weißen Bauch hervor. Frisch hat die Haut einen muschelartigen, roten Glanz, der sehr auffällig ist.
Akamutsu wird fast ausschließlich wild gefangen; Aquakultur gibt es praktisch nicht. Diese Seltenheit, kombiniert mit dem herausragenden Geschmack, macht ihn zu einer begehrten Zutat in Japans besten Restaurants. Schon seit der Edo-Zeit genießt der Fisch großes Ansehen – damals wurde er als „Hama-naoshi Nodoguro“ (浜直しのどぐろ) den Feudalherren als Tribut dargeboten.
Lebensraum und Fanggebiete
Akamutsu lebt in den Tiefen des Japanischen Meeres, mit einer Verbreitung von der Noto-Halbinsel im Norden bis nach Süd-Hokkaido und westlich über die Tsushima-Straße bis zum Bungo-Kanal. Außerdem kommt der Fisch bei den Izu-Inseln und im westlichen Ogasawara-Gebiet vor. Nach Angaben der Fischereistatistik der Präfektur Niigata lebt Akamutsu hauptsächlich in Tiefen von 100–400 Metern [1].
Der Fisch bevorzugt relativ kalte Wassertemperaturen von 5–10 °C und bildet meist ortstreue Schwärme über sandig-schlammigem Grund mit Felsen. Während der Laichzeit (hauptsächlich Juni bis August) rückt der Fisch näher an die Küste. Akamutsu ernährt sich vorwiegend von Tintenfischen, Garnelen und kleinen Fischen, was zu seinem reichen Geschmacksprofil beiträgt.
Fangmethoden für Akamutsu umfassen Schleppnetzfischerei am Meeresgrund, Langleinen- und Stellnetzfischerei. Während große Schiffe meist Grundschleppnetze verwenden, setzt sich zunehmend der Trend zu kleiner Küstenschleppnetz- und Langleinenfischerei durch, um mehr Frische und eine höhere Qualität des Fangs zu gewährleisten. Diese Methode gewinnt an Bedeutung, da Konsumenten Premiumqualität verlangen.
Saisonale Verfügbarkeit und beste Qualität
Akamutsu erreicht seine höchste Qualität vom Sommer bis zum Herbst, insbesondere kurz vor der Laichzeit, wenn der Fettgehalt am höchsten ist. Dann ist das Fleisch besonders aromatisch und die Fettmarmorierung am feinsten. Der Fisch ist allerdings das ganze Jahr über erhältlich – in verschiedenen Regionen gibt es Nodoguro-Feste auch im Winter und Frühjahr.
Die beste Zeit, Akamutsu zu genießen, ist von Juli bis Oktober, wenn er den höchsten Fettgehalt und die zarteste Textur hat. In dieser Zeit bekommt das Fleisch eine leicht kirschrosa Färbung und entwickelt die typische „Toro-Qualität der Weißfische“, die ihn so besonders macht. Nach meiner Erfahrung ist der Unterschied zwischen Akamutsu aus der Hochsaison und außerhalb der Saison bemerkenswert – der Sommer- und Herbstfisch ist unvergleichlich reichhaltig.
Im Norden Japans, besonders in den Regionen Hokuriku und Tohoku entlang des Japanischen Meeres, hat Akamutsu einen wichtigen Platz in der lokalen Küche und Kultur eingenommen. Bei verschiedenen Festen wird er gefeiert, als kulinarischer Schatz ebenso wie als Symbol für das maritime Erbe der Region.
Kulinarische Verwendung und traditionelle Zubereitung
Dank seines hohen Fettgehalts und der zarten Konsistenz ist Akamutsu in der Küche besonders vielseitig. Jeder Teil des Fisches kann genutzt werden – vom geschätzten Fleisch bis hin zum kollagenreichen Kopf und Kiemenbogen. Besonders in der traditionellen japanischen Küche kommt der einzigartige Charakter des Fisches durch verschiedene Zubereitungsarten zur Geltung.
Das Fleisch eignet sich für Sashimi, Sushi, gegrillte oder geschmorte Gerichte. Die Haut, reich an Fett und mit herrlichem Aroma beim Garen, ist ideal für Yubiki (kurzes Brühen für Sashimi), Aburi (Flammenabbrand) oder als Salzgrill mit Haut. Kopf und Kiemenbogen sind perfekt für Ara-ni (geschmorter Fischkopf), Ushio-jiru (klare Suppe) oder Sake-mushi (in Sake gedämpft), wo sie Brühe und reichlich Kollagen liefern.
Eine meiner Lieblingszubereitungen ist Nodoguro no shio-yaki (Salzgegrillter Akamutsu). Der Fisch wird über Holzkohle oder auf dem Grill gegart, sodass die Haut knusprig und aromatisch wird und das Fleisch mit seinem natürlichen Fett schmilzt. Diese Zubereitung zeigt eindrucksvoll, warum Akamutsu als „Toro der Weißfische“ bezeichnet wird – die Konsistenz ist unglaublich reichhaltig und befriedigend.
Eine weitere klassische Zubereitung ist Nodoguro no nitsuke (geschmorter Akamutsu), bei der der Fisch in einer süß-würzigen Sauce aus Sojasoße, Sake, Mirin und Zucker gegart wird. Die gelatinehaltigen Bereiche um die Knochen schmelzen in die Brühe und geben eine besonders reiche Note. Dieses Gericht ist vor allem im Winter sehr beliebt und zeigt, wie der Fisch zu wärmendem Comfort Food werden kann.
Für Sashimi und Sushi bietet Akamutsu in der Hochsaison ein einzigartiges Erlebnis. Das Fleisch hat eine blass-kirschrosa Farbe und vereint Zartheit mit entsprechender Konsistenz. Als Shime (mariniert) zubereitet, wird die Textur noch kompakter und die natürliche Süße tritt stärker hervor. Der Fisch harmoniert besonders gut mit Ponzu-Soße und anderen Zitruswürzen, die seinen reichen Geschmack ergänzen.
Moderne kulinarische Anwendungen
Zeitgenössische Köche haben Akamutsu für seine Vielseitigkeit und Besonderheit entdeckt und kreieren innovative Gerichte, die die traditionelle japanische Küche mit modernen Techniken verbinden. Das reichhaltige Geschmacksprofil und die Fetttextur des Fisches machen ihn perfekt für verschiedene internationale Gerichte, während sein japanischer Charakter erhalten bleibt.
Besonders beliebt ist Akamutsu-Consommé: Knochen und Haut werden bei niedriger Temperatur lange gekocht, um möglichst viel Kollagen und Geschmack zu extrahieren. Das Ergebnis ist eine reiche, klare Brühe – nahrhaft und geschmacklich intensiv. Die Consommé kann pur als Suppe oder als Basis für andere Gerichte verwendet werden.
Akamutsu macht auch in westlichen Gerichten wie Meunière eine tolle Figur: Das Fischfilet wird in Butter gebraten und mit Buttersauce oder Zitrone serviert. Das reichhaltige Fleisch bleibt dabei saftig und trocknet dank des hohen natürlichen Fettgehalts nicht aus. Das Ergebnis ist ein elegantes und dennoch befriedigendes Gericht.
In italienisch inspirierten Speisen eignet sich Akamutsu hervorragend für Acqua Pazza, bei der der ganze Fisch oder Filets mit Olivenöl, Tomaten und Kräutern geschmort werden. Die natürliche Süße und Textur harmoniert wunderbar mit mediterranen Aromen. Auch als Carpaccio – in dünne Scheiben geschnitten, mit Olivenöl, Zitronensaft und Kräutern beträufelt – kommt der Charakter des Fisches perfekt zur Geltung.
Optik und Geschmacksprofil
Das auffällige Erscheinungsbild von Akamutsu ist eines seiner Erkennungsmerkmale. Der Fisch hat eine leuchtend rote, fast muschelartige Haut – frisch gefangen schimmert sie intensiv – und einen silbrigen Bauch. Der Kontrast zwischen roter Haut und weißem Fleisch macht ihn leicht erkennbar. Geschnittene Filets zeigen in der Mitte einen leicht kirschrosa Ton, im Hautbereich wird das Fleisch durch das Fett halbtransparent.
Die Fleischtextur hebt Akamutsu von anderen Weißfischen ab. Er hat den höchsten Fettgehalt aller Weißfischsorten, mit feiner Marmorierung im gesamten Fleisch. Die Textur ist zart und fluffig, aber mit einem leichten Biss, was für ein ideales Mundgefühl sorgt. Die feinen Muskelfasern zerfallen leicht und erzeugen beim Verzehr ein schmelzendes Gefühl, das an erstklassigen Thunfischbauch erinnert.
Geschmacklich bietet Akamutsu ein komplexes Profil aus Süße und Umami. Seine natürliche Süße breitet sich im Mund aus, gefolgt von konzentriertem, aminosäurebasiertem Umami, das eine tiefe Reichhaltigkeit verleiht. Im Abgang schwingt eine feine, frische Meeresbrise mit, ohne aufdringlich zu sein. Diese Balance macht Akamutsu für Liebhaber traditioneller japanischer wie auch internationaler Küche besonders attraktiv.
Vergleich mit anderen Fischarten
Im Vergleich zu anderen beliebten japanischen Fischen hebt sich Akamutsu mit seiner einzigartigen Kombination von Eigenschaften ab. Im Gegensatz zu tai (Rotbrasse), die magerer und fester ist, bietet Akamutsu wesentlich mehr Fett und Süße. Während Tai für seinen klaren, delikaten Geschmack geschätzt wird, ist Akamutsu ein besonders üppiges Erlebnis, das in seiner Reichhaltigkeit näher am fetten Thunfisch liegt.
Verglichen mit Kinmedai (Prunkalefonsino), einem weiteren begehrten Tiefseefisch, überzeugt Akamutsu mit einer größeren Vielseitigkeit. Kinmedai eignet sich wegen seines Fettgehalts vor allem für Schmorgerichte, während Akamutsu sowohl roh als Sashimi wie auch gegart eine hervorragende Figur macht. Seine Zartheit und natürliche Süße passen besonders gut zu rohen Zubereitungen, Kinmedai hingegen eignet sich besser für längeres Garen.
Im Vergleich zu Sawara (Spanische Makrele) bietet Akamutsu ein raffinierteres Geschmackserlebnis. Während Sawara ein angenehm flockiges, weißes Fleisch hat, ist Akamutsus Fleisch kompakter, reicher und voller Umami. Der Vergleich macht deutlich, warum Akamutsu als Premiumfisch gilt – er vereint die besten Eigenschaften von Weißfisch und reichen Fettfischen.
Nährwerte und gesundheitliche Vorteile
Laut Nährwertdatenbank des Ministeriums für Bildung, Kultur, Sport, Wissenschaft und Technologie liefert Akamutsu etwa 180 Kalorien pro 100 g essbarem Anteil, davon rund 20 g Eiweiß und 12 g Fett [2]. Der Fisch ist eine ausgezeichnete Quelle für hochwertiges Protein sowie wertvolle Fette wie DHA und EPA, die wichtig für Herz-Kreislauf und Gehirnfunktion sind.
Der hohe Fettgehalt von Akamutsu sorgt nicht nur für Genuss, sondern bietet auch gesundheitliche Vorteile. Die Omega-3-Fettsäuren DHA und EPA liegen in bedeutenden Mengen vor und unterstützen Herzgesundheit, Entzündungshemmung und kognitive Leistung. Diese Fettsäuren sind ein wichtiger Bestandteil der japanischen Ernährung und gelten als ein Geheimnis für die bekannte Langlebigkeit im Land.
Aus gesundheitlicher Sicht hat Akamutsu relativ niedrige Schwermetallwerte wie Quecksilber – deutlich weniger als große Raubfische wie Schwertfisch. Dadurch ist er eine sichere Wahl für regelmäßigen Genuss, auch für Schwangere und Kinder. Vorausgesetzt, der Fisch stammt aus nachhaltig bewirtschafteten Fanggebieten, gilt er als allgemein unbedenklich.
Nachhaltigkeit und Ressourcenmanagement
Akamutsu unterliegt derzeit zwar keiner ausdrücklichen Fangmengenbegrenzung (TAC), aber die Fischereiagentur Japans überwacht die Bestände und veröffentlicht regelmäßig Berichte sowie Fangbeschränkungen. Laut dem Weißbuch für Fischereiwesen des Ministeriums für Landwirtschaft, Forstwirtschaft und Fischerei (MAFF) gibt es verschiedene Maßnahmen wie Regulierung von Grundschleppnetzfängen und Management der Langleinenfischerei, um nachhaltige Erntemethoden sicherzustellen [3].
Küstenfischereigenossenschaften in Regionen wie der Präfektur Niigata setzen sich aktiv für frische Qualität und den Schutz der Ressourcen ein. Dazu gehören Methoden wie der Einzel-Fisch-Fang und Frischemanagement mit Langleinen, wobei an Bord sofort geblutet, das Nervensystem beruhigt und der Fang rasch gekühlt wird, um höchste Qualität zu erhalten und gleichzeitig nachhaltig zu arbeiten.
Die laufende Forschung konzentriert sich weiterhin auf die Erhaltung der Bestände für die Zukunft. Akamutsu bleibt ein repräsentativer Tiefseefisch, der nach wie vor große Aufmerksamkeit erhält. Die Verbindung traditioneller Fangmethoden mit modernen Nachhaltigkeitsstandards sorgt dafür, dass diese wertvolle Ressource auch kommenden Generationen erhalten bleibt – und mit ihr das herausragende Qualitätsniveau von Akamutsu.
Wo findet man Akamutsu und wie wählt man ihn aus?
Akamutsu ist vor allem in gehobenen japanischen Restaurants zu finden, besonders entlang der Küste des Japanischen Meeres. Besonders beliebt ist er in Präfekturen wie Niigata und Ishikawa, wo er lokal gefangen wird. Laut Lebensmittelsicherheitsrichtlinien sollte man bei der Auswahl frischer Fische wie Akamutsu auf klare Augen, leuchtend rote Kiemen und festes Fleisch achten.
Beim Kauf sollte der Fisch eine leuchtende, rote Haut mit muschelartigem Glanz haben. Die Augen müssen klar wirken, die Kiemen kräftig rot und das Fleisch fest sein. Es sollte keinen unangenehmen Geruch geben – frischer Akamutsu verströmt einen feinen, angenehmen Meeresduft.
Für das beste Erlebnis empfiehlt es sich, Akamutsu während der Hochsaison (Juli bis Oktober) zu kaufen, wenn der Fettgehalt am höchsten ist. Angeboten wird er meist im Ganzen oder als Filets; viele Fischhändler reinigen und zerlegen ihn auf Wunsch. Wer Akamutsu zum ersten Mal zubereitet, sollte mit einfachen Gerichten wie Salzgrillen beginnen, um den natürlichen Geschmack zu genießen.
Umweltauswirkungen und Naturschutz
Das Umweltministerium überwacht die Auswirkungen der Tiefseefischerei auf das marine Ökosystem, darunter auch die Lebensräume von Arten wie Akamutsu. Laut den Richtlinien zum Schutz der marinen Biodiversität sind nachhaltige Fangmethoden unabdingbar, um gesunde Tiefseebestände zu erhalten. Das Ministerium arbeitet eng mit der Fischereiagentur zusammen, damit die Fangmethoden sowohl Umweltbelastung minimieren als auch die Fischqualität sichern.
Auch die lokalen Verwaltungen der Fanggebiete haben verschiedene Naturschutzmaßnahmen umgesetzt. Präfektur Ishikawa beispielsweise hat Meeresschutzgebiete eingerichtet und saisonale Fangbeschränkungen zur Schonung von Laichplätzen und Jungfischen eingeführt. Diese Vorgaben sorgen für die nachhaltige Bewirtschaftung von Akamutsu und anderen Meeresressourcen der Region.
Verbraucher können zum Schutz beitragen, indem sie Fisch aus nachhaltigen Quellen wählen und Fischerbetriebe unterstützen, die auf verantwortungsvolle Praxis achten. Viele Restaurants und Fischmärkte informieren heute über Herkunft und Fangmethode, sodass Kunden eine bewusste Wahl treffen können.
Fangvorschriften und Management
Die japanische Fischereiagentur erlässt umfassende Bestimmungen für die Tiefseefischerei, auch beim Fang von Akamutsu. Gemäß den offiziellen Richtlinien müssen sich Fischereifahrzeuge an bestimmte Ausrüstungsbeschränkungen und saisonale Vorgaben halten, um die Bestände während der Laichzeit zu schützen. Diese Regulierung trägt dazu bei, nachhaltige Fischbestände zu sichern und Premium-Meeresfrüchte wie Akamutsu weiterhin anbieten zu können.
Auch regionale Fischergenossenschaften übernehmen eine Schlüsselrolle im Management der Akamutsu-Bestände. In Zusammenarbeit mit der Lokalregierung werden freiwillige Fangquoten festgelegt und die besten Praktiken für Umgang und Verarbeitung etabliert. Diese Zusammenarbeit zwischen Behörden und Fischergemeinden ist essenziell für die Qualität und Nachhaltigkeit der Akamutsu-Fischerei.
In jüngster Zeit liegt der Fokus auf moderner Fangtechnologie, um Beifang und Umweltbelastung zu minimieren. Neuere Schiffe sind mit Sonarsystemen und selektiven Fanggeräten ausgestattet, die gezielt einzelne Fischarten erfassen und Schäden an Lebensräumen oder Nicht-Zielfischarten vermeiden.
Lebensmittelsicherheit und Qualitätsstandards
Das Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt legt umfassende Standards für die Lebensmittelsicherheit von Meeresfrüchten fest, darunter Akamutsu. Laut den Richtlinien müssen alle Fischprodukte strenge Qualitäts- und Sicherheitsanforderungen erfüllen, bevor sie an Verbraucher gelangen [4]. Diese Maßgaben gewährleisten, dass Akamutsu und andere Meeresprodukte sicher und von bester Qualität angeboten werden.
Die Qualitätssicherung umfasst regelmäßige Kontrollen auf Schadstoffe, sachgemäße Handhabung und lückenlose Kühlkette. Auch korrekte Kennzeichnung und Rückverfolgbarkeit sind Teil der Vorgaben, damit Verbraucher bewusst wählen können.
Die lokalen Gesundheitsämter arbeiten eng mit Fischmärkten und Restaurants zusammen, um die Einhaltung der Sicherheitsstandards zu garantieren. Regelmäßige Inspektionen und Überwachungen helfen, die hohen Qualitätsansprüche an Delikatessen wie Akamutsu aufrechtzuerhalten.
Regionale Fischerei und lokale Initiativen
Die Präfektur Ishikawa hat umfassende Fischereimanagementprogramme für Akamutsu und andere lokale Meeresfrüchte etabliert. Laut Angaben der Fischereibehörde der Präfektur bestehen Meeresschutzgebiete und saisonale Fangbeschränkungen, um eine nachhaltige Bewirtschaftung sicherzustellen. Diese regionalen Initiativen ergänzen nationale Vorgaben und tragen zur gesunden Entwicklung der Bestände bei.
Die Präfektur unterstützt außerdem die lokalen Fischergemeinden mit Ausbildungsprogrammen in nachhaltigen Fangmethoden und Qualitätsmanagement. So bleiben Akamutsu aus Ishikawa ein Qualitätsmerkmal und die Region profitiert wirtschaftlich davon.
Andere Präfekturen entlang der Küste des Japanischen Meeres setzen ähnliche Programme um; auf diese Weise entsteht ein Netz nachhaltiger Fischereien, das den marine Ökosystemen zugutekommt. Diese regionale Kooperation ist entscheidend für die Qualität und Verfügbarkeit edler Meeresprodukte wie Akamutsu.
Lokale staatliche Fischerei-Programme
Die Präfektur Fukui hat umfassende Fischereimanagementprogramme entwickelt, die spezielle Maßnahmen für Akamutsu und andere Tiefseearten vorsehen. Laut der dortigen Fischereibehörde wurden Meeresschutzgebiete eingerichtet und saisonale Fangbeschränkungen erlassen, um Laichplätze zu schützen [5]. Diese Initiativen helfen, die langfristige Nachhaltigkeit der Meeresressourcen zu sichern.
Zusätzlich unterstützt die Präfektur die lokalen Fischer durch Schulungen und Qualitätssicherungsmaßnahmen. Diese Anstrengungen tragen dazu bei, die von den Konsumenten erwartete Premiumqualität zu erhalten und gleichzeitig die regionale Wirtschaft zu stärken.
Durch Kooperation verschiedener Präfekturen entlang der Küste des Japanischen Meeres ist ein Netzwerk nachhaltiger Fischereien entstanden, die sich gemeinsam für den Schutz mariner Ökosysteme einsetzen. Diese Zusammenarbeit ist entscheidend für den Erhalt und die Qualität von Delikatessen wie Akamutsu.
Hast du schon einmal Akamutsu oder Nodoguro probiert? Teile gerne deine Erfahrungen mit diesem luxuriösen Fisch! Egal ob du ihn in einem gehobenen Sushi-Restaurant oder zu Hause zubereitet hast – berichte im Kommentarbereich unten . Welche Zubereitung hat dir am besten gefallen, und wie hat Akamutsu im Vergleich zu anderen Weißfischen geschmeckt?
Wenn du mehr von Japans edlen Fischsorten kennenlernen möchtest, solltest du auch unseren Guide zu japanischen Fischsorten anschauen und weitere Schätze aus der Tiefe entdecken. Jeder Fisch hat seine eigene Geschichte und Bedeutung – so wird Japans Meeresküche besonders faszinierend!
Quellen:
- Präfektur Niigata Fischereibehörde (jap.): https://www.pref.niigata.lg.jp/sec/suisan/12283344...
- Ministerium für Bildung Nährwertdatenbank (jap.): https://fooddb.mext.go.jp/...
- MAFF Weißbuch für Fischerei (jap.): https://www.jfa.maff.go.jp/j/kikaku/wpaper/R6/atta...
- Ministerium für Gesundheit, Arbeit und Wohlfahrt (jap.): https://www.mhlw.go.jp/stf/seisakunitsuite/bunya/k...
- Präfektur Fukui Fischereibehörde (jap.): https://www.pref.fukui.lg.jp/doc/suisan/...
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