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Wasabi Der japanische Meerrettich

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Wasabi Pflanzen gesammelt im Korb
Wasabi Pflanzen gesammelt im Korb

Wasabi ist eine japanische Wurzel, die manchmal auch als „Wassermeerrettich“ bezeichnet wird. Die grüne, hubbelige Wurzel braucht nämlich sehr viel sauberes Wasser, um zu wachsen. Für die typische Schärfe des Wasabi sind die enthaltenen Senföle verantwortlich. Diese greifen die Nasenschleimhaut an – deshalb schmerzt bei zu viel Wasabi auch in erster Linie die Nase. Die Schärfe von Chilis hingegen stammt von dem Inhaltsstoff Capsaicin. Wasabi ist aber nicht nur scharf, sondern auch süß und sehr aromatisch. Je frischer der Wasabi, desto mehr Aroma hat er.

Wenn du in Japan im Restaurant Sashimi oder auch Soba (Buchweizennudeln) bestellst, bekommst du üblicherweise eine ganze Wasabiwurzel mit einer Reibe an den Tisch. So kannst du dich selbst von der Frische der Wurzel überzeugen und dir außerdem sicher sein, dass du dein Essen garantiert mit echtem Wasabi würzt.

Wasabi in Deutschland

Leider bekommst du in Deutschland und allgemein in Europa nur sehr selten frischen Wasabi, da es bei uns keine Anbaugebiete gibt. Wasabi ist außerdem sehr leicht verderblich und verliert schnell sein Aroma. Deshalb ist es nicht möglich, ihn über längere Distanzen hinweg zu transportieren.

Der Wasabi, den du als Paste in der Tube zu kaufen bekommst, enthält üblicherweise nur zwei bis fünf Prozent „echten“ Wasabi – also gerade genug, um die Bezeichnung „Wasabi“ verwenden zu dürfen! Der Rest der Paste setzt sich aus Meerrettich, Senf, Farb- und Aromastoffen zusammen. Was wir hier als „Wasabi“ kennen, hat mit dem japanischen Original also leider nicht mehr viel gemeinsam.

Auf der Suche nach Wasabi in Düsseldorf

Als ich in Düsseldorf – das aufgrund der großen japanischen Bevölkerung den Spitznamen „Little Tokyo“ hat – gewohnt habe, bin ich für den Blog in den unterschiedlichsten japanischen Supermärkten auf die Suche nach Wasabi gegangen. Die frische Wurzel habe ich natürlich nirgends gefunden. Doch auch die angebotenen Wasabipasten bestanden allerhöchstens zu 25% aus echtem Wasabi! Außerdem gilt: Je höher der Wasabi-Anteil, desto teurer ist die Paste im Normalfall auch. Leider ist das in Japan oft ähnlich: Wenn nicht gerade ganz in der Nähe Wasabi angebaut wird, gibt es auch im Supermarkt keine frischen Wasabiwurzeln und reine Wasabipasten zu kaufen.

Wasabifelder in Japan

Auf einer meiner letzten Japan-Reisen war ich in einem Gebiet, in dem Wasabi angebaut wird, und wollte mir die Felder natürlich unbedingt näher ansehen! Um zu den Wasabifeldern zu gelangen, mussten wir erst einmal eine halbe Stunde lang über kurvige Bergstraßen fahren – denn Wasabi wächst nur in den Bergen. Außerdem braucht er viel sauberes, fließendes Quellwasser. Die Kultivierung von Wasabi ist deshalb sehr aufwändig und mühsam. Wir haben uns für eine Weile mit einem der Bauern unterhalten, der die riesigen Wasabifelder bewirtet, und natürlich auch gleich frischen Wasabi gekauft. Neben der Wurzel kann man übrigens auch das Blatt des Wasabi essen, entweder im eingelegten oder im getrockneten Zustand. Ich durfte auch eines der zubereiteten Wasabiblätter probieren! Der Nachteil bei unseren Wasabi-Einkäufen: Nachdem alle verkauften Produkte völlig frei von Konservierungsstoffen waren, mussten wir von der Wurzel bis zur Paste alles innerhalb von einer Woche nach dem Öffnen aufessen!

Japanische Wasabifelder und gebündelte Wurzeln
Japanische Wasabifelder und gebündelte Wurzeln

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Miau, habe ich deine Aufmerksamkeit geweckt? Ich habe Hunger, aber Ryu und Matthias füttern mich nicht. Bitte gib du mir leckere Onigiri, wenn dir dieser Beitrag gefallen hat. ~Akina

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